„Be Future”: Tipps für Ausbildung und den späteren Job

Von: Wilfried Rhein
Letzte Aktualisierung:
Ordentlich Betrieb herrschte z
Ordentlich Betrieb herrschte zwischen 9 und 15 Uhr in der Sporthalle des St.-Ursula-Gymnasiums (Bild) und in angrenzeden Fluren zur Berufsorientierungsmesse „Be Future” in Geilenkirchen. Mit rund 1700 Besuchern dieser 6. Messe kamen etwa 400 mehr als im Vorjahr. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Welch ein Angebot! Pizzabrötchen und Kaffee schon in der Eingangszone, dahinter jedoch eine überwältigende Vielfalt von Möglichkeiten, sich für die Zeit nach dem Schulabschluss zu orientieren.

Die rund drei Dutzend Aussteller - die ihre Technik teils schon vor dem Gebäude hatten aufbauen müssen - hatten kompetentes Personal aufgeboten, um Standardfragen zu beantworten, aber auch auf persönliche Voraussetzungen der Schüler/innen einzugehen, wie man sich nach dem Abi nachhaltig und individuell beschäftigt.

Universitäten von Düsseldorf bis Maastricht, Geldinstitute, Versicherungen, Logistiker, Energieunternehmen und Sozialversicherer waren am Freitag in dieser Halle aufgeboten. Ralf André beispielsweise von der Barmer GEK in Geilenkirchen war doppelt zufrieden wegen des quantitativ guten Besuchs wie auch der gezielten Fragen. Zu wem passte eine dreijährige Ausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten („Sofa”) eher als zu einer zweijährigen Lernzeit für den recht jungen Beruf „Kaufmann/frau im Gesundheitswesen”? Und wie wirds bezahlt? „812 Euro im ersten Jahr”, klärte Julia Czerw auf. Die es wissen muss, denn sie hat vor kurzem ihre Sofa-Ausbildung bei der Barmer GEK begonnen.

Bevorzugte Abschlüsse

Rege Ansprache an ihrer langen Standfront hatten auch Petra Pascher, Bereichsleiterin am Geilenkirchener Berufskolleg Wirtschaft (BKW), und ihre Kollegen. Wenn­gleich sie den Begriff Konkurrenz nur mit Humor nimmt, stellt sie doch fest, dass sich Branchen aus den BKW-Abiturienten rekrutieren. „In vielen Berufen werden unsere Abschlüsse bevorzugt”, schildert Petra Pascher den Unterschied kaufmännischer Schwerpunkte zum allgemeinen Abitur, „ein Schwerpunkt sind die Banken.”

Die Messe-Organisatoren Robert Jansen und Wilfried Kleinen begrüßten am Freitag einen besonderen Gast in Geilenkirchen, mit dem Schulleiter Matthias Küsters auch freundlich Geschenke austauschte. Professor Tekada von der Universität Nagoya in Japan gehört zum Beraterstab des Wissenschaftsministeriums und sammelt für ein Projekt weltweit Kenntnisse über optimierte Berufsvorbereitung und -beratung. In Deutschland forscht er an zwei Orten: Hannover - und Geilenkirchen.

Nächstes Jahr größer

Zum Info-Angebot der Messe gehörte zudem ein Block von sieben Fachvorträgen, der unweit der Halle in einem Klassenraum ablief. Den Platz für „Be Future” im nächsten Jahr müssen Robert Jansen und Wilfried Kleinen wieder akribisch ausarbeiten. Die Messe 2012 ist schon beschlossen und anmeldereif. Sie wird an zwei Tagen und in der Sporthalle sowie in der Aula stattfinden.

„Wir möchten ganz gezielt einen weiteren Schwerpunkt mit einem Angebot aus dem Handwerk setzen”, schickt Wilfried Kleinen voraus. Das wird noch einmal deutlich mehr Besucher an den Geilenkirchener Markt heranführen als die rund 1700 Gäste am Freitag. Und Pizzabrötchen sollen auch im Angebot bleiben.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert