„Be Future!”-Börse bietet Schülern viele Infos

Von: ssc/g.s.
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Gut beraten: Viel Infomaterial
Gut beraten: Viel Infomaterial konnten die jungen Besucher gestern an den Ständen der „Be Future”-Messe zur Hand und mit nach Hause nehmen.

Geilenkirchen. Ist noch gar nicht lange her, da stand Rebecca Speck auf der anderen Seite des Infotisches. Damals war sie Schülerin und selbst auf der Suche nach der passenden Ausbildung. Die hat sie gefunden. Die 19-Jährige ist angehende Industriekauffrau, das erste Lehrjahr hat sie bald hinter sich.

Es macht ihr Spaß. Und die Gelegenheit, bei der siebten Auflage der Berufs- und Studienbörse „Be Future!” Jugendliche zu informieren, nutzt sie gern.

„Die Schüler finden es gut, wenn hier fast Gleichaltrige mit ihnen ins Gespräch kommen und erzählen, wie sie selbst im Beruf gelandet sind”, sagt sie. So ist das Eis schnell gebrochen. Auch an den übrigen Infoständen - gut 50 sind es am Freitag in der Sporthalle und der Aula des St.-Ursula-Gymnasiums - stehen oftmals Azubis als Ansprechpartner parat.

Handwerk, Polizei, Bundeswehr, Banken oder Versicherungen - breit ist die Auswahl an Unternehmen. Auch den Personalchefs gefällt die Möglichkeit, mal ganz locker mit potenziellen Azubis ins Gespräch zu kommen. „Wir sind seit Beginn der Börse dabei”, sagt Marie-Theres Jakobs-Bolten, zuständig für Personalfragen bei der Kreissparkasse Heinsberg.

Das lohne sich nämlich. Schon so mancher Besucher der „Be Future!”-Messe sei anschließend in ihrem Haus zum Praktikanten oder Azubi geworden. „Hier können die Schüler im Gespräch rasch erkennen, ob eine Ausbildung etwas für sie sein könnte oder eben nicht.” Das helfe auch, „so manche unnötige Bewerbung zu vermeiden”, wie sie sagt.

Ans Schreiben von Bewerbungen denkt Anna Derichs noch nicht. Der 18-Jährigen schwebt eher ein Studium vor. Auch da wird sie fündig: Fachhochschulen und die RWTH Aachen werben auf der Börse für ihre Bildungszweige. „Wahrscheinlich mache ich was mit Medizin”, sagt die angehende Abiturientin, „oder Logopädie”. Auch ein duales Studium würde ihr gefallen, das die praktische Ausbildung mit einem Studium kombiniert.

Das ist ein junger Bereich in einem wachsenden Markt der Möglichkeiten. „Ihr habt heute auch viele Chancen, die eure Eltern noch nicht hatten”, sagt Bundestagsmitglied Thomas Rachel (CDU), der als Schirmherr die Börse eröffnet. „Der demographische Wandel mag insgesamt besorgniserregend sein, aber er sorgt auf dem Arbeitsmarkt auch für eine große Nachfrage nach qualifizierten jungen Menschen. Ihr werdet gebraucht!” Gleichwohl riet er den jungen Besuchern: „Informiert Euch rechtzeitig über eure Möglichkeiten. So ein Infotag bietet eine einmalige Gelegenheit.”

Dass das so ist, gefällt den Organisatoren Wilfried Kleinen und Robert Jansen. Wieder einmal ist die „Be Future!” ein Stück gewachsen, gibt es mehr Aussteller und mehr Besucher. „Wir sind im Raum Heinsberg zu einer wichtigen Möglichkeit der beruflichen Information geworden”, sagt Kleinen. Gut 1500 Jugendliche sehen sich am ersten von zwei Infotagen auf der Börse um.

Soziale und medizinische Berufe waren die Themen der Podiumsdiskussion, die den Auftakt der „Be Future!” markierte. Waren es im vergangenen Jahr 140 interessierte Zuhörer in der Aula des Gymnasiums, kamen diesmal nur knapp 40. Wilfried Kleinen hielt die Themen dennoch für wichtig, „denn in den sozialen und medizinischen Bereichen herrscht ein hoher Bedarf an Ausbildungskräften”.

Schulleiter Matthias Küsters konnte dies nur bestätigen: „Das sind wichtige Berufsbilder, die auch mich betreffen könnten, wenn ich älter werde.” Als Referenten des Abends warben Zahnärztin Mirela Schliefer aus Aachen, Krankenschwesterschülerin Mandy Füßer vom Hermann-Josef-Krankenhaus Erkelenz sowie Silke Kroner-Kasnitz und Leo Wennmacher von den Gangelter Einrichtungen Maria Hilf für die Ausbildung. Berufliche Erfahrungen aus erster Hand zu geben - auch hier zeigte sich die Stärke der „Be Future!”-Börse.

Auch am heutigen Samstag sind Besucher bei „Be Future” im St.-Ursula-Gymnasium, Markt 1, in Geilenkirchen willkommen. Erstmals bieten die Aussteller damit auch an einem schulfreien Tag Informationen rund um Ausbildung und Studium an.

Von 9 bis 13 Uhr werden 45 Infostände in der Aula der Schule sowie in der Sporthalle aufgebaut sein. Vorträge runden das Angebot ab. Vom Bewerbungstraining bis zum internationalen Wirtschaftsstudium reicht dabei die Palette.
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