Baumaschinentage: Gesundheit soll Trumpf sein auf dem Bau

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Ihm liegen die Gesundheit und die Sicherheit in der Baubranche am ­Herzen: Rudi Clemens.

Kreis Heinsberg. Das regionale Netzwerk Gesunde Bauarbeit (Gesundheit und Qualifikation für die Bauwirtschaft im Kreis Heinsberg) ist im Rahmen der Initiative Qualität der Arbeit – Offensive Gutes Bauen am ­Donnerstag und Freitag, 23. und 24. Oktober, im List-­Zentrum in Wegberg-Wildenrath an der Friedrich-List-Allee Veranstalter der Heinsberger Baumaschinentage.

„Eine Veranstaltung, die sich Betriebsinhaber oder Führungskräfte und Sicherheitsfachkräfte nicht entgehen lassen sollen“, so ­Organisator und Projektleiter, Rudi Clemens, der zugleich Betriebsratsvorsitzender des Heinsberger Bauunternehmens Frauenrath und Vorsitzender vom IG BAU im Kreis Heinsberg ist. Die Schirmherrschaft über diese Veranstaltung hat der Minister für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, Guntram Schneider (SPD), übernommen. Zur Eröffnung wird der Heinsberger CDU-Bundestagsabgeordnete Wilfried Oellers erwartet.

Im Netzwerk Gesunde Bauarbeit wird unter dem Titel „Registrierte Baumaschinensicherheit“ mit Partnern eine neue Initiative entwickelt. Konstruktionsleitlinien sollen Umsetzungs- und Sicherheitslücken zwischen Herstellern und Betreibern von mobilen Baumaschinen schließen. Nach dem Vorbild der britischen Initiative „Safer by Design“ sollen dazu Kernanforderungen erarbeitet werden, welche die nationalen, europäischen und internationalen Normen ergänzen und den Stand widerspiegeln.

Das langfristige Ziel kann nach Ansicht der Initiatoren nur darin bestehen, die Unfallzahl auf Null zu reduzieren. Dazu müssten sämtliche Elemente der Beschaffungskette ineinandergreifen, damit den Beschäftigten Maschinen und Geräte mit hoher konstruktiver Sicherheit bereitgestellt würden. Neue Gesetze und Verordnungen wie die Betriebssicherheitsverordnung sollen bei den Heinsberger Baumaschinentagen von Vertretern der Bundesregierung vorgestellt werden. Rudi Clemens will sich in diesem Zusammenhang aber auch für eine Grundqualifikation des Personals, die in einem Baustellenpass nachgewiesen werden sollte, starkmachen.

Mit Blick auf das zweite Schwerpunktthema Rußpartikel erklärte Rudi Clemens: „Da Baustellenarbeiter in besonderem Maße Dieselabgasen ausgesetzt sind, leiden sie nahezu doppelt so häufig an Lungenkrebs und chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen als die Allgemeinbevölkerung.“ Die Problematik werde von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) bei der Veranstaltung in Wildenrath erläutert, Lösungen würden von Herstellern aufgezeigt.

Ein weiteres Hauptthema sind die Sichteinschränkungen an Baumaschinen, die sogenannten „Toten Winkel“. Die vielen schweren und tödlichen Unfälle im Bereich mit Baumaschinen und Lkw seien nicht akzeptabel, erklärte Rudi Clemens.

Besucher und Referenten werden aus vielen Teilen Deutschlands anreisen. Anmeldungen liegen unter anderem aus Hamburg, Berlin, Dresden, Stuttgart, Nürnberg, Frankfurt und Aachen vor. Die Veranstaltung wird gefördert vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Für kurzentschlossene Interessten sind noch Plätze bei den Heinsberger Baumaschinentagen frei. Eine Anmeldung ist möglich per Mail an anmeldung@gesunde-bauarbeit.de. Nähere Informationen gibt es auch bei Organisator Rudi Clemens unter Telefon 0176/55920019.

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