Heinsberg - Barrierefreiheit soll auch beim Arzt und in Formularen bestehen

Barrierefreiheit soll auch beim Arzt und in Formularen bestehen

Von: anna
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Denise Lison notierte die Wün
Denise Lison notierte die Wünsche der Teilnehmer in Bezug auf die Themenschwerpunkte des Lokalen Teilhabekreises. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. Nach der Auftaktveranstaltung für den Lokalen Teilhabekreis in Heinsberg Anfang Mai konnten die beiden Initiatorinnen von der Gemeindesozialarbeit des regionalen Caritasverbandes und von der Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstelle (KoKoBe) Kreis Heinsberg zum zweiten Treffen im Haus der Caritas ebenfalls mehr als 30 Gäste begrüßen.

Damit hatten Bärbel Windelen und Denise Lison nicht gerechnet.

Menschen mit und ohne Behinderung waren erneut zusammengekommen, um aktiv daran mitzuwirken, dass sich die Bedingungen für Menschen mit Behinderungen in der Stadt verbessern, sie am gesellschaftlichen Leben gleichberechtigt teilhaben und es mitgestalten können.

Wolfgang Paulus, Leiter des Sozialamtes, konnte dabei gleich zu Beginn die erfreuliche Mitteilung machen, dass Bürgermeister Wolfgang Dieder eine Anregung aus dem Teilhabekreis bereits umgesetzt habe und im Ärztehaus am Krankenhaus automatische Türöffner installiert worden seien. Der städtische Behindertenbeauftragte Lambert Rebig lobte, dass die Stadt auch weitere Anregungen zur Absenkung von Bordsteinkanten kurzfristig umgesetzt habe.

Die beiden Initiatorinnen hatten alle Anregungen aus dem ersten Treffen in sechs Schwerpunkten zusammengefasst: Freizeit, Begegnung und Bildung, Gesundheit und Sport, Barrierefreiheit (baulich, Verkehr, psychologisch), Lokaler Teilhabekreis und Öffentlichkeitsarbeit, Arbeitsleben und Ehrenamt. Bei einer Umfragerunde unter den Teilnehmern des zweiten Treffens kristallisierte sich der Themenkreis Barrierefreiheit als der für die Mehrheit aktuell wichtigste heraus.

Dabei sahen die Teilnehmer diese Thematik durchaus vielschichtig, nicht nur bezogen auf bauliche Gegebenheiten wie beispielsweise in Bezug auf die Barrierefreiheit im Begas-Haus - das sich noch im Bau befindet - oder in puncto Zugänglichkeit bei kulturellen Veranstaltungen auf dem Burgberg. Barrierefreiheit wünschten sie sich auch für die Sprache, etwa bei Arztbesuchen oder in amtlichen Formularen.

Insgesamt drei Projekte kristallisierten sich am Ende als diejenigen heraus, die der Teilhabekreis als erste angehen will. Da wäre zunächst das Projekt „Nette Toilette”, das es in mehr als 120 Kommunen bundesweit gibt, auch in Erkelenz und Hückelhoven. Besuchern der Innenstadt soll die Möglichkeit gegeben werden, Toiletten in Gaststätten oder in Einzelhandelsbetrieben auch ohne Einkauf nutzen zu können.

Sozialamtsleiter Paulus versprach, dem Vorsitzenden des Gewerbe- und Verkehrsvereins (G&V) einen Besuch von Vertretern des Lokalen Teilhabekreises vorzuschlagen, um das Projekt vorzustellen. „Die Idee finde ich klasse!”, erklärte Peter Gering, Vorsitzender des G&V, im Gespräch mit unserer Zeitung. Bereits heute Abend werden Vertreter des Lokalen Teilhabekreises Gelegenheit haben, das Projekt beim G&V vorzustellen.

Um nähere Informationen in Bezug auf die Barrierefreiheit des Begas-Hauses zu erhalten, will sich der Lokale Teilhabekreis mit der Lebenshilfe und Stadtplaner André van Vliet in Verbindung zu setzen. Sozialamtsleiter Paulus schließlich hat zugesagt, sich in einem Projekt zu engagieren, in dem Formulare in verständlichem Deutsch entwickelt werden sollen. Nächste Sitzung des Teilhabekreises

Die nächste Sitzung des Lokalen Teilhabekreises ist für Mittwoch, 14. November, um 18.30 Uhr geplant, voraussichtlich im kleinen Sitzungssaal des Heinsberger Rathauses.
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