Kreis Heinsberg - „Barrierefrei – Wir sind dabei“: Aktionstag zur Gleichstellung

„Barrierefrei – Wir sind dabei“: Aktionstag zur Gleichstellung

Von: anna
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„Barrierefrei – Wir sind dabei“: Zum Auftakt der Aktion überreichten Mitglieder der fünf Lokalen Teilhabekreise in der Region im Kreishaus den ersten Fragebogen an Landrat Stephan Pusch. Foto: Anna Petra Thomas

Kreis Heinsberg. Den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung nutzten am Dienstag die fünf Lokalen Teilhabekreise in der Region, um eine gemeinsame Aktion vorzustellen. Vertreter der Gremien aus Erkelenz, Gangelt, Geilenkirchen, Heinsberg und Hückelhoven taten dies gemeinsam mit dem Schirmherrn der Aktion, Landrat Stephan Pusch, im Heinsberger Kreishaus.

„Barrierefrei – Wir sind dabei“ heißt die Aktion, die für weniger Hindernisse vor allem in öffentlichen Gebäuden, Arztpraxen, Gastronomiebetrieben oder auch Geschäftslokalen sorgen soll. Die Idee dazu haben die Teilhabekreise vom Arbeitskreis für ein inklusives Jülich übernommen.

Basis ist ein Fragebogen, der an alle Besitzer oder Mieter entsprechender Gebäude verteilt wird. Nach dessen Auswertung entscheidet eine Jury, die aus Mitgliedern der Teilhabekreise beteht, über die Verleihung eines Aufklebers. Der Festakt zur Verleihung der ersten Aufkleber soll in einem Jahr, wieder am 5. Mai, stattfinden.

Das Thema „Barrierefreiheit“ nehme in allen Lokalen Teilhabekreisen breiten Raum ein, erklärte Martina Alba den Grund für die Aktion. Sie ist beim regionalen Caritasverband für die Teilhabekreise zuständig.

Der Caritasverband und die Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstellen ­(KoKoBe) sind Kooperationspartner von vier Teilhabekreisen. Für den Gangelter Kreis engagiert sich die Katharina Kasper ViaNobis GmbH (Gangelter Einrichtungen).

Über zwei Jahre lang sei das Projekt vorbereitet worden, berichtete Alba weiter. Der Fragebogen aus Jülich sei in allen Teilhabekreisen diskutiert, weiter ausgearbeitet und dann schließlich zu einem gemeinsamen Fragebogen weiterentwickelt worden. Den ersten erhielt der Landrat für die Kreisverwaltung.

„Wir sind hier schon seit einigen Jahren mit dem Thema unterwegs“, sagte Pusch im Beisein der Schwerbehindertenbeauftragten in der Kreisverwaltung, Anneliese Jansen. Wichtig sei die Thematik nicht nur für Menschen mit Behinderung, sondern auch mit Blick auf die immer älter werdende Gesellschaft. „Wir sollten uns dem Thema von vielen Seiten nähern.“

Vor allem aber lobte Pusch den Ansatz, die Thematik nicht repressiv, sondern positiv anzugehen, und appellierte an alle demnächst Befragten, den Bogen auszufüllen. „Es geht nicht darum, DIN-Normen zu erfüllen, sondern in Dialog zu kommen“, pflichtete ihm Denise Lison von der KoKoBe bei.

Den Aufkleber zur Aktion, dessen Entwurf im Hückelhovener Teilhabekreis entstand, stellte schließlich Adelheid Venghaus von der KoKoBe vor. „Hoffnungsvolles Grün, das Herz in der Mitte“, beschrieb sie die kreisrunde Plakette. Die Aufschrift „Barrierefrei – Wir sind dabei“ sei in doppelter Hinsicht wichtig: Die Menschen mit Behinderung seien dabei, aber auch die Menschen, die sich für mehr Barrierefreiheit engagieren würden.

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