Heinsberg - Bankchef Herbert Himmels ist sich „für nichts zu schade”

Bankchef Herbert Himmels ist sich „für nichts zu schade”

Von: Petra Wolters
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Aufsichtsratsvorsitzender Bernd Krückel (links) dankte Herbert Himmels (rechts) und dessen Frau Hildegard, die einen Blumenstrauß erhielt. Dabei hatte Krückel auch Sohn Christoph und Tochter Anne begrüßt. Foto: Wolters

Heinsberg. In einer Feierstunde hat sich die Raiffeisenbank Heinsberg von Bankdirektor Herbert Himmels verabschiedet, der fast 47 Jahre lang für das Geldinstitut tätig war. Aufsichtsratsvorsitzender Bernd Krückel ließ dabei zum Auftakt mit viel Humor den mit der Bank verbundenen Lebensweg des künftigen Privatiers Revue passieren.

Zugleich begrüßte er neben zahlreichen Kollegen von Himmels als Vertreter aus Politik und Wirtschaft unter anderem die Bürgermeister der Bankstandorte sowie IHK-Präsident Bert Wirtz und den Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Dr. Michael Vondenhoff.

Da er 1947 geboren sei, habe der Bankier neben Euro und D-Mark auch noch die Reichsmarkzeit erlebt, erklärte Krückel. „Drei Währungen in einem Leben, das ist nicht alltäglich.” Im Alter von noch nicht ganz 16 Jahren habe er 1963 seine Lehre bei der Raiffeisenbank begonnen und 1966 als Bankkaufmann abgeschlossen. 1969 sei die Prüfung zum Bilanzbuchhalter gefolgt, 1974 die Ausbildereignungsprüfung. Vier Jahre später habe Himmels das bankbetriebliche Hauptseminar besucht, schon ein Jahr später den Abschluss im bankwirtschaftlichen Führungsseminar gemacht.

1979 sei er zum hauptamtlichen Vorstandsmitglied bestellt worden. Dabei sei Himmels sich „für nichts zu schade” gewesen, blickte der Laudator noch einmal zurück in die Anfangszeit, in der er zu Zeiten, als zu einer ländlichen Bank noch ein Warengeschäft gehörte, auch selbst die Futtermittelsäcke verladen habe.

Diese Eigenart habe er in all seinen Berufsjahren beibehalten. Sieben Fusionen habe er begleitet und sei auch die treibende Kraft für den Neubau des Dienstleistungszentrums an der Siemensstraße gewesen.

„Sie haben der Bank Ihren Stempel aufgedrückt, und es bedrückt uns ein wenig, dass dies jetzt vorbei ist”, so Krückel. Als „vertrauenswürdig, verlässlich und verbundorientiert”, charakterisierte Karl-Heinz Moll, Vorstandsmitglied der zentralen WGZ-Bank, den scheidenden Bankdirektor.

„Wenn die Pflicht ruft, gehört er nicht zu den Schwerhörigen”, bescheinigte er ihm und überreichte dem 63-Jährigen dann die höchste Auszeichnung die der rheinisch-westfälische Genossenschaftsverband zu bieten hat: die Ehrennadel in Gold.

Himmels sei immer ein Mann der Praxis gewesen und habe sich nie mit unnötigem Theorieballast beladen, betonte Dr. Veit Luxem, Sprecher der Volks- und Raiffeisenbanken im Kreis Heinsberg. Während Vorstandskollege Klaus-Dieter Kroll die Feier moderierte, ergriff Vorstandssprecher Hans-Hubert Hermanns das Wort und fügte als Begründung für die gute 20-jährige gemeinsame Vorstandsarbeit die gemeinsame rheinisch Mentalität hinzu.

Himmels selbst sagte dann ebenfalls Dank: der genossenschaftlichen Organisation, dem Aufsichtsrat und den Vorstandskollegen. Abschließend würdigte er die gute Kooperation mit dem Betriebsrat und schließlich alle Mitarbeiter als „das höchste Gut der Bank.”
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