Bahn-Stationen sollen 2018 ausgebaut werden

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Treffen in Lindern: NVR-Geschäftsführer Heiko Sedlaczek (r.) erläuterte dem CDU-Bundestagsabgeordneten Wilfried Oellers die Ausbaupläne.

Kreis Heinsberg. Die Weichen für die Modernisierung und barrierefreie Gestaltung der Bahnhöfe und Haltepunkte auf der Bahnstrecke Aachen – Mönchengladbach sind gestellt. Wie der Nahverkehr Rheinland (NVR) jetzt mitgeteilt hat, sollen im Zuge der Sicherstellung der Betriebsaufnahme vom Rhein-Ruhr-Express (RRX) auch die Stationen in Übach-Palenberg, Geilenkirchen, Lindern, Brachelen, Baal und Erkelenz ausgebaut werden.

Es geht vor allem um die Anpassung der Bahnsteiglängen und -höhen. NVR-Geschäftsführer Heiko Sedlaczek erklärte: „Die Umbauten sind notwendig, damit die neuen Doppelstockfahrzeuge die Haltepunkte anfahren können und ein für unsere Fahrgäste ebenerdiger und barrierefreier Einstieg in die Fahrzeuge sichergestellt werden kann.“

Der CDU-Bundestagsabgeordnete für den Kreis Heinsberg, Wilfried Oellers, zeigte sich erfreut: „Sechs unserer Haltepunkte auf der Strecke Aachen-Mönchengladbach werden im Gebiet des Kreises Heinsberg aus- und umgebaut sowie barrierefrei gestaltet. Das sind gute Neuigkeiten.“

Bei einem Ortstermin am Bahnhof Lindern wurden dem Parlamentarier und weiteren kommunalen Vertretern die Umbaumaßnahmen am Beispiel Lindern erläutert. „Ich bin froh, dass diese Maßnahmen auch auf den Bahnhöfen in unserem Kreis durchgeführt werden. Der Zugang zu den Zügen wird durch den ebenerdigen und vor allem barrierefreien Ausbau der Bahnsteige vereinfacht. Besonders freut mich, dass die Baumaßnahmen nach jetzigen Schätzungen in 2018 fertiggestellt werden sollen. Damit endet eine lange Wartezeit auf einen lang geäußerten Wunsch der Bürgerinnen und Bürger an diesen Bahnhöfen“, so Oellers.

Die sechs Haltepunkte liegen auf einem Außenast vom Rhein-Ruhr-Express. Der RRX ist als beschleunigter Regionalzug in der Metropolregion Rhein-Ruhr zwischen Köln und Dortmund konzipiert. Die Außenäste sollen dazu dienen, Passagiere und Pendler zu den Hauptstrecken zu führen. Auf den Hauptästen soll ein Viertelstundentakt der Züge gewährleistet werden, auf den Nebenästen eine 60-minütige ­Taktung.

„Die Bahnsteige werden standardmäßig auf eine Länge von 215 Metern erweitert und durchgehend auf eine Höhe von 76 Zentimeter angepasst“, erläuterte der NVR-Geschäftsführer Sedlaczek. „Darüber hinaus werden die Bahnsteige für Menschen mit Sehschwäche mit Leitstreifen verbessert und an entsprechenden Stellen mit Aufzügen versehen, um einen barrierefreien Zugang zu den Bahnsteigen zu gewährleisten.“

Die Baukosten werden mit insgesamt 15,3 Millionen Euro beziffert. Das endgültige Erreichen der Barrierefreiheit soll mit der Inbetriebnahme der neuen Züge des RRX im Jahre 2020 erfolgen. Je nach eingesetztem Zugmodell könne es zwischen 2018 und 2020 noch zu Einschränkungen beim Einstieg in den Zug kommen, hieß es.

„Insgesamt 82 neu ent­wickelte Doppelstockwagen werden auf den Strecken zum Einsatz kommen. Anstatt 600 Plätze wie bisher, können die Fahrgäste nun 800 Sitzplätze mit ebenerdigem Einstieg an jeder Tür in Anspruch nehmen“, so der Repräsentant des NVR. Dadurch sei eine gewaltige Entlastung der bislang oftmals überfüllten Bahnen im Pendlerverkehr zu erwarten.

„Insgesamt wird sich der Reisekomfort für die Bahnreisenden verbessern“, zeigte sich Oellers überzeugt. „Nicht nur moderne Züge und barrierefreier Zugang für alle Passagiere, sondern auch eine ansprechende Gestaltung der Bahnhöfe tragen zu den Annehmlichkeiten des Reisens bei“, so das Fazit des Abgeordneten.

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