Badewannenrennen: Der Countdown läuft

Von: Georg Schmitz
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Noch arbeiten Albert Speuser,
Noch arbeiten Albert Speuser, Egbert Symens, Henning Popov, Manfred Hildesheim, Rolf Lieben, Hubert Thomas, Juppy Lamersdorf und Siggie Fröls (v.l.) an ihrem schwimmenden Tennisschläger, aber alle freuen sich schon auf das 12. Badewannenrennen. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen-Würm. Eine der verrücktesten Open-Air-Veranstaltungen in der Region, das Badewannenrennen auf der Wurm, wirft wieder seinen Schatten voraus. Tausende Menschen werden am Samstag, 16. Juli, ab 15 Uhr die Gelegenheit haben, die tollkühnen „Wurmpiraten” im heimischen Gewässer schwimmen oder kentern zu sehen.

Seit Wochen basteln rund 50 gemeldete Teams an ihren schwimmenden Vehikeln, und was dabei herauskommt wird nächste Woche der Öffentlichkeit vorgestellt. Das „Promi-Boot” wird in diesem Jahr mit Pfarrer Norbert Kaluza und Diakon Heinz Küppers besetzt sein.

Statik und Nachschub

Zum zweiten Mal nehmen die Männer der Herren 40 II des Tennisclubs Rot-Weiß Geilenkirchen an der „Tour de Wurm” teil. Viele erinnern sich noch an deren Teilnahme vor zwei Jahren, als acht gestandene Männer mit einem „schwimmenden Tennisplatz” zu Wasser gelassen wurden - und dann kläglich strandeten. Damals war das Rot-Weiß-Flaggschiff derart sperrig, dass es in dem flachen Gewässer auflief und schließlich per Kettensäge geteilt werden musste. „Das passiert in diesem Jahr nicht mehr”, sind sich die Teilnehmer einig und haben aus dem Debakel gelernt.

„Tennis and more” lautet das Motto des fröhlichen Teams in diesem Jahr. Die neue Attraktion der Herren 40 II wird für Aufsehen sorgen, da sind sich alle sicher. Nicht ganz so breit wie das Tennisfeld damals, aber trotzdem sehr imposant werden die Cracks drei riesige Tennisschläger zu Wasser lassen. Das Boot basiert auf zwei originalen Badewannen, so wie es die Vorschriften sagen, und wird die Maße 6,30 mal 2,50 Meter haben.

Seit Anfang Juni treffen sich acht „Werftarbeiter” der Tennismannschaft zwei mal wöchentlich in einer Halle bei Niederheid, um die Konstruktion fertigzustellen. Bis jetzt haben die Männer bereits über 200 Stunden ihrer Freizeit für das Vorhaben geopfert. Das Prozedere ist eine logistische Meisterleistung, bei der auch die beruflichen Qualifikationen Einzelner zum Tragen kommen. „Bootskapitän” Hubert Thomas hat den Plan entworfen und sich in Sachen Statik von Bauingenieur Siggie Fröls beraten lassen. Zahnarzt Henning Popov und Zahntechniker Karl-Josef Lamersdorf bringen während der Bauphase den „richtigen Biss” mit ein. Gastronom Albert Speuser ist für die Getränke zuständig, die bei der Schweiß treibenden Arbeit dringend erforderlich sind.

In Sandwich-Bauweise

Die Grundlage des in Sandwich-Bauweise hergestellten Wannenbootes bilden Spanplatten und Hartfaser mit einem Styrodur-Hartschaum-Innenleben. Die Bespannung besteht aus Polyamidfasern. Neben den beiden Badewannen vorn am Bootgespann besteht der Unterbau weiter aus sechs Stahlfässern und ebenso vielen Plastikkanistern. Sieben Liter Leim, vier Kubikmeter Styrodur, rund 15 Quadratmeter Tischlerplatten, zwölf Meter Gewindestangen und 200 Meter Polyamidschnur fanden bisher Verwendung. Der „Schwimmende Tennisschläger” wird derzeit noch mit Holzbalken verstärkt, wozu rund 60 etwa 20 Zentimeter lange Schrauben benötigt wurden.

Dem großen Hauptboot ist ein kleineres Boot vorgespannt, und gemäß den Vereinsfarben wird Rot-Weiß der beherrschende Eindruck sein. „Wir haben noch viel Arbeit, müssen aber vor dem 16. Juli fertig sein”, sagt Rolf Lieben und fügt hinzu, dass die Konstruktion in drei Teilen nach Würm transportiert und dort zusammen gebaut wird.

Was erwarten die Erbauer von dem Tag des Rennens ? „Wir wollen Spaß haben, dabei sein ist alles. Aber einen Design-Preis möchten wir schon gewinnen”, sagt Manfred Hildesheim. Commander und Kapitän Hubert Thomas verrät noch ein kleines Geheimnis, muss aber selber über den eigenen Scherz schmunzeln: „Wir basteln noch an einer Geheimwaffe, an einem Raketenantrieb.” Auf das Ergebnis sind auch Rainer von der Linden, Peter Philipp, Heribert Schippers und Hubertus Goertz von den Tennis-Herren gespannt, die an diesem entscheidenden Tag nicht mithelfen können. Aber mitfiebern!

Aus der Wanne gleich zur Party

Der Startschuss für das 12. Badewannen-Rennen geschieht am Samstag, 16. Juli um 15 Uhr am Wurmweg zwischen Müllendorf und Würm in Höhe Gut Kleinsiersdorf. Für Essen und Trinken ist gesorgt.

Im Anschluss findet wieder die beliebte Party mit Preisverleihung in Gut Honsdorf statt. In diesem Jahr sorgt die Gruppe „Come back” für Stimmung.

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