Kreis Heinsberg - Autofahrer sollen Schlaglöcher melden

Autofahrer sollen Schlaglöcher melden

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Straßenschäden fangen klein an und werden immer größer. Sie sollen deshalb möglichst rasch repariert werden, so die Gewerkschaft.

Kreis Heinsberg. Autofahrer im Kreis Heinsberg, die sich über kaputte Straßen ärgern, sollten über Mängel informieren – per „Schlagloch-Melder“. Dazu hat die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) aufgerufen.

„Vom Asphalt-Krater bis zum wegbröckelnden Fahrbahnrand: Wer einen Schaden entdeckt, kann diesen im Internet anzeigen“, erklärte IG BAU-Bezirkschef Friedrich Feldmann und verwies dazu auf die Internetseite vom Auto-Club Europa (ACE): www.ace-online.de/schlaglochmelder. Damit will die IG BAU nach eigener Aussage zusammen mit dem ACE Druck machen für eine schnellere Sanierung.

Denn gemeldete Schäden sollen direkt an die zuständige Straßenbau-Behörde weitergegeben werden, so Feldmann: „Manche haben seit Jahren keine Ausbesserung gesehen und sind so eine echte Unfallgefahr. Gerade wenn im Frühjahr der Frost vorbei ist, sollten die Arbeiten beginnen.“ Schlaglöcher, die man jetzt nicht stopfe, würden in der nächsten Kälte-Saison größer und tiefer.

„Wir dürfen nicht zulassen, dass die öffentliche Infrastruktur weiter verfällt“, so der Gewerkschafter. Das Sparen an den Straßen sei ein „Sparen am falschen Ende“. Fachleute – etwa vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) – würden seit Jahren darauf hinweisen: Jeder Euro, der in den Bau und Erhalt von Verkehrswegen fließe, sei gut investiert.

„Es betrifft Straßen und Brücken, aber auch Schulen und Krankenhäuser – wichtige Infrastruktur-Investitionen dürfen nicht auf die lange Bank geschoben werden“, stellte Feldmann klar. Mehr Geld für das Bauen und Sanieren kurbele zudem die heimische Wirtschaft an und schaffe mehr Arbeitsplätze.

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