Kreis Heinsberg - Autodiebe haben auf deutsche Premium-Marken abgesehen

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Autodiebe haben auf deutsche Premium-Marken abgesehen

Von: jpm
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So rustikal wie der Herr auf diesem Symbolbild gehen Autoknacker längst nicht immer zu Werke. Oft kommt Hightech zum Einsatz, um Türen zu öffnen und Sicherungssysteme zu umgehen. Foto: stock/epd

Kreis Heinsberg. Während die Zahl der Autodiebstähle im Jahr 2014 um 20 Prozent zugenommen hat, verzeichnet die Polizei in den ersten vier Monaten dieses Jahres bislang einen leichten Rückgang. Von Januar bis April wurden 69 Diebstähle sowie versuchte Diebstähle angezeigt. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 76. Allerdings hat die Zahl der schweren Fälle von 48 auf 59 zugenommen.

Ein schwerer Diebstahl liegt dann vor, wenn das Auto abgeschlossen auf der Straße oder in der Garage stand oder sogar ins Haus des Halters eingebrochen wurde, um an die Schlüssel zu gelangen. Von einem leichten Fall spricht die Polizei dann, wenn das Auto nicht abgeschlossen war oder sogar mit laufendem Motor herumstand, dem Täter die „Arbeit“ also gewissermaßen erleichtert wurde.

Die Aufklärungsquote bewege sich um die 25 Prozent – was natürlich längst nicht bedeutet, dass auch 25 Prozent der Bestohlenen ihren Wagen wiedersehen. Der kann schließlich mittlerweile Gott weiß wo sein. Die Polizei bestätigt auch den Eindruck, dass die Diebe es auf die sogenannten Premium-Marken abgesehen haben und hier vor allen Dingen auf BMW. Das sei bundesweit so, der Kreis Heinsberg bilde da keine Ausnahme. Auch für die Marken Audi, VW, Mercedes und Porsche „gibt es offensichtlich einen Absatzmarkt“, teilt Polizeisprecher Karl-Heinz Frenken mit.

Was aber nicht bedeutet, dass die Halter anderer Marken sich sicher fühlen sollten: Bislang wurden in diesem Jahr schon Fahrzeuge von 17 verschiedenen Herstellern gestohlen. Nur in einigen Fällen gehen die Ermittler von Einzeltätern aus, „auch im Kreis Heinsberg treiben international operierende Banden ihr Unwesen“. Selbstverständlich spiele hier die Grenznähe eine Rolle, sie biete „weitere Flucht- und Unterschlupfmöglichkeiten, aber auch Lagerplätze, Umschlagsplätze und Werkstätten“.

Die Polizei rät zu allerlei technischen Sicherungsmaßnahmen wie Felgenschlössern, Gangschaltungssperren und Ortungssystemen. Außerdem solle man hochwertige Fahrzeuge nach Möglichkeit nicht im Freien abstellen oder wenn, dann in belebten Gegenden. Auch ruft die Polizei die Bürger dazu auf, auf Autos mit auswärtigen Kennzeichen zu achten, die durch die Nachbarschaft streifen. Man solle sich das Kennzeichen notieren und die Polizei informieren. Wenn Autos von Fremden fotografiert würden, könne dies zur Vorbereitung auf eine Straftat gedacht sein. Denn oft werde auf Bestellung gestohlen.

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