Selfkant-Höngen - Ausstellung im Kulturhaus Selfkant: Farbenspiel auf Holz und Keramik

Ausstellung im Kulturhaus Selfkant: Farbenspiel auf Holz und Keramik

Von: agsb
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Gerda Marie Kobilke beweist, dass Fußbodendielen nicht nur für den Fußboden bestimmt sind. Foto: agsb

Selfkant-Höngen. „Das Jahr spielt mit den Farben“ lautet der Titel der bunten Ausstellung im Kulturhaus Selfkant. Gottfried Engendahl vom Kulturverein Selfkant begrüßte die beiden Künstlerinnen Gerda Marie Kobilke und Trude Adler bei der Vernissage im Kulturhaus Selfkant ganz herzlich.

Die Frauen lernten sich im Berufskolleg Geilenkirchen kennen. Trude Adler war hier unter anderem im Kunstunterricht aktiv. Eine Tochter von Gerda Marie Kobilke war Schülerin von Trude Adler. Die beiden Frauen fanden zueinander und eine Ausstellung gab schließlich den entscheidenden Anstoß für ihr gemeinsames Wirken.

Schon von Kindheit an weckte das Farbenspiel der Jahreszeiten die Neugierde von Gerda Marie Kobilke, die 1944 im Selfkant geboren wurde. Schon vor Jahrzehnten verspürte sie den Drang, die Energie der Elementen mit Farbe festzuhalten. Gerda Marie Kobilke fand in Monika Esser aus Übach-Palenberg eine Künstlerin mit starker Aussagekraft, die sie inspirierte, und sie ist an ihrem Hobby dran geblieben.

Den Gedanken „die Kunst der Aquarell-Malerei lernst du nie“ verdrängte sie schnell, denn schon zur damaligen Zeit war die heutige Geilenkirchenerin ein Energiebündel. Wie kreativ Gerda Marie Kobilke ist, zeigt ihre Ausstellung im Kulturhaus Höngen. Dass zum Beispiel Fußbodendielen eine gute Grundlage für Kunstwerke sein können und nicht unbedingt mit Füßen betreten werden müssen, ist im Kulturhaus zu entdecken.

Die Kunst lässt sie nicht los

Trude Adler wurde in jungen Jahren vom Vater inspiriert, der künstlerische Gegenstände aus Metall gestaltete. Die Kunst lässt sie bis heute nicht los.

Wie für ihre Freundin Gerda Marie Kobilke sind auch für Trude Adler die vier Jahreszeiten faszinierend und anziehend, ebenso wie die Elemente Feuer, Erde, Wasser, Luft. Wobei Trude Adler ihre künstlerische Gestaltung nicht nur auf die Aquarellmalerei beschränkte, auch die Keramikkunst fasziniert sie.

Nach ihrer Pensionierung hat die einstige Lehrerin die Vielfalt der Techniken, mit denen sie arbeitet, stetig erweitert. Über zehn Jahre lang sammelte die in Aachen wohnende Künstlerin beim niederländischen Keramikkünstler Guido Ancion in Bingelrade Erfahrung in der Raku-Technik. Bei ihren ausgestellten Keramikarbeiten sind die vier Jahreszeiten Thema.

Eine weitere Quelle der Inspiration ist für Trude Adler der Kontinent Afrika. In ihren Werken erkennt man deutlich die Liebe zur Natur. Die Erfahrungen, die sie bei ihrem ersten Afrika-Besuch im Jahre 2001 gemacht hat, haben sie bis heute nicht losgelassen. Besonders für die Kinder engagiert sie sich. 2013 gründete sie in Sansibar eine Schule für Flüchtlingskinder aus Mosambik, die sie mit dem Erlös aus dem Verkauf ihrer Kunstwerke unterstützt.

In den Räumen des Kulturhauses leuchten die Jahreszeiten jetzt in voller Farbenpracht. Die Ausstellung im Kulturhaus Selfkant (einstige Alte Schule in Höngen) ist noch am kommenden Wochenende, 14. und 15. Oktober, sowie am 21. und 22. Oktober in der Zeit von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

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