Ausstellung im Alten Rathaus: Besondere Form von Sehen

Von: koe
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„Verdrehte Ansichten“: Unter diesem Titel stellt der Fotograf Hans-Josef Jansen aus Heinsberg im Alten Rathaus in Ratheim besondere Fotografien aus. Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. Bereits seit Mitte der 80er Jahre hat sich Hans-Josef Jansen der Fotografie verschrieben. Jetzt stellt er wieder einmal beeindruckende Bilder aus: „Verdrehte Ansichten“ lautet der Titel der Ausstellung im Alten Rathaus von Hückelhoven-Ratheim.

Der passionierte Fotograf war von 1989 bis 2011 Mitglied im Fotoclub Hückelhoven, den er auch von 1994 bis 2009 geleitet hat. Fotografieren ist für Hans-Josef Jansen eine intensive und besondere Form von Sehen. Von seinen Fotografien verlangt er, dass sie eine gelungene Mischung aus Lichtspiel, Technik und Kreativität sein müssen. Seine Vorlieben, mit Licht und Perspektiven zu spielen und dadurch dem Alltäglichen ein völlig anderes Gesicht zu geben, bilden auch die Grundlagen für seine Fotografien in der Ausstellung „Verdrehte Ansichten“.

Bis Ende der 90er Jahre beherrschte die Dunkelkammerarbeit mit der Vorliebe für Schwarz-Weiß-Fotografie den Schwerpunkt seines fotografischen Schaffens. Lange habe er sich gegen die digitale Fotografie gewehrt, so Jansen, bis er der Erkenntnis Tribut zollte, dass sie aus der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken sei. Auch die Tatsache, dass ein Wegfall des Abtauchens in die Dunkelkammer viel Zeitersparnis mit sich brachte, überzeugten den passionierten Fotografen schließlich von der Notwendigkeit des Umstiegs auf die digitale Fotografie.

Stets jedoch ist das Motiv und nicht die Technik der Schwerpunkt seiner Arbeit. Die Ausstellung „Verdrehte Ansichten“ macht deutlich, dass die intensive Beschäftigung mit einem Bild und die Ausarbeitung desselben für Hans-Josef Jansen von besonderer Bedeutung sind.

Die Welt einfach auf dem Kopf stehen zu lassen, das ist für den passionierten Fotografen keine Magie, sondern nur ein Blick durch die Glaskugel.

Die zahlreichen Besucher im Alten Rathaus von Ratheim zeigten sich bei der Ausstellungseröffnung beeindruckt von dem Schaffen des Fotografen Hans-Josef Jansen, von seinen besonderen Blickwinkeln auf die Welt und von den für diese besonderen Arbeiten verantwortlichen optischen Regeln.

Jansen, Jahrgang 1951, stammt gebürtig aus Selfkant-Hillensberg und wohnt heute in Heinsberg. Der Pensionär war beruflich als Diplom-Vermessungsingenieur tätig. Regelmäßige und erfolgreiche Teilnahmen an nationalen und internationale Ausstellungen brachten ihm als Fotograf viel Anerkennung in Fachkreisen.

Einführende Worte sprach im Verlauf der Ausstellungseröffnung die Kunstkritikerin Astrid Wolters.Diese bescheinigte Hans-Josef Jansen, er habe keine Fotos gemacht, sondern Kunstwerke geschaffen. Der Fotograf nehme die Besucherinnen und Besucher mit auf eine magische Reise durch die nahe und ferne Umgebung. Die ausgestellten Bilder würden leben, sich verändern im Licht, in der Reflexion und ihrer Wirkung auf den Betrachter.

Es ist jedenfalls beeindruckend, die etwa 70 Bilder der Ausstellung zu bewundern und sich mit ihnen auseinanderzusetzen.

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