Ausstellung: Die Tischler-Oberstufe beweist Kreativität

Von: mabie
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Wiegensarg in Eiche: Dieses Mini-Gesellenstück zeigte André Backes dem Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Heinsberg, Dr. Michael Vondenhoff, bei der Ausstellung im Berufskolleg. Foto: Markus Bienwald
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Stolz sind die Auszubildenden des Tischler-Handwerks schon jetzt auf ihre gelungenen Mini-Gesellenstücke, von denen auch die Modelle gezeigt wurden. Foto: Markus Bienwald

Kreis Heinsberg. Gegensätzliches, Kontraste, vielleicht auch scheinbar Unvereinbares hatten die Arbeiten der angehenden Tischler-Gesellen zum Ziel.

Bei der im Forum des Berufskollegs Ernährung – Sozialwesen – Technik des Kreises Heinsberg in Geilenkirchen eröffneten Ausstellung der Mini-Gesellenstücke von der Tischler-Oberstufe HTO1 werden viele sehenswerte Objekte präsentiert – zu dem von den Auszubildenden selbst gewählten Thema „Wie Tag und Nacht“.

„Seit vielen Jahren geben wir mit dem Projekt die Möglichkeit, sich auf einen Teil der Gesellenprüfung besonders vorzubereiten“, so Klassenlehrer Christian Krause. Damit ist der Bau des Gesellenstücks am Ende der Lehrzeit gemeint. Um den Tischler-Nachwuchs bestmöglich darauf einzustimmen, bietet die Kooperation zwischen Berufskolleg, Handwerkskammer und Ausbildungsbetrieben eine hervorragende Möglichkeit, die Praxis zu trainieren.

Nach einem Gestaltungsseminar standen die Ideen fest, in der Schule wurden alle nötigen Unterlagen erstellt, und in den Betrieben wuchs die Idee vom Papier zum fertigen Möbelstück. Doch bevor die originellen und eindrucksvollen Entwürfe zum Möbel wurden, galt es noch, einen langen Weg zu beschreiten. „Es gibt hier ganz unterschiedliche Lösungsansätze“, erzählte Lehrer Andreas Rode bei der Ausstellungseröffnung.

Für die Noch-Azubis galt es, natürliche Konstrukte in ein Möbel zu übernehmen, beispielsweise bei der Auswahl dunkler und heller Hölzer, eine Lichtquelle zu integrieren oder alleine schon durch die Formgebung die Idee vom Gegensatz umzusetzen.

Besonders beeindruckte die Gäste die Idee von André Backes aus Gangelt, der einen Wiegensarg aus Eiche schuf. Eine durchaus provokante Idee, handwerklich bestens umgesetzt, und vom Handwerker natürlich auch gerne erläutert. „Auf den ersten Blick sind Leben und Tod zwei Dinge, die nicht zusammenpassen“, aber letztlich sei es etwas, das nicht nur Tag und Nacht repräsentiere, sondern zwei Gegensätze, die das Dasein jedes Individuums bestimmten.

Da die Azubis sehr viel Arbeit und Herzblut in ihre Arbeit steckten, nahm sich Lehrer Andreas Rode die Zeit, zu den zwölf ausgestellten Stücken (eines konnte wegen eines Arbeitsunfalls leider nicht gebaut werden) seine Gedanken in Reimform den Anwesenden darzubringen.

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