Erkelenz - Ausstellung Anton Krämers sucht neue Grenzen

Ausstellung Anton Krämers sucht neue Grenzen

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Der Künstler vor einer Leihgabe von 1994 in Foto: Strickstrock

Erkelenz. „Bilder von Gestern und Heute” zeigt der Erkelenzer Künstler Anton Krämer im Haus Spiess noch in den kommenden 14 Tagen. Zur Eröffnung der Ausstellung waren besonders viele Kunstfreunde gekommen, hat sich Krämer doch schon seit über 30 Jahren in der Stadt und weit darüber hinaus einen Namen gemacht.

1939 in Erkelenz geboren studierte er Anglistik und Kunstgeschichte und sein künstlerisches Metier an der Kunstakademie Düsseldorf. In vielen Ausstellungen zeigte der seine Werke und erhielt auch eine besondere Auszeichnung bei der internationalen Bienale in Pilsen.

Galerist Manfred A. Jülicher aus Niederkrüchten, dem Künstler seit vielen Jahren freundschaftlich verbunden, fand in seiner Laudatio Worte der Bewunderung über die ungebrochene Arbeitshaltung und Kraft, mit der Krämer immer wieder in neuen Werken überrascht.

Jülicher bezeichnete seinen Freund immer als „guten Beobachter der unterschiedlichsten Kunstrichtungen”. Die Retrospektive der vergangenen 30 Jahre zeige auch die vielfältige Arbeit.

Krämer habe fast alle Disziplinen ausgeschöpft: Zeichnungen, Grafiken, Abdrucke, Maltechniken in Kreide, Kohle, Bleistift, Acryl, Tempera und Tusche. Er habe auch Buchillustrationen gefertigt und sich stets persönlich als Künstler mit unserer Zeit auseinander gesetzt. „Seine Experimentierfreude ist auch nach 30 Jahren ungebrochen”, stellte Jülicher fest.

Er erzähle, kritisiere und meditiere in seinen Werken. Dabei ginge er bis an die Grenze zum Abstrakten. Krämer, so der Galerist in seinen Ausführungen, glaube an eine „bessere Zukunft in einer besseren Welt”. Man könne ihn nirgendwo so persönlich treffen wie in seiner Kunst.

Die Aussagen des Laudators werden durch die 66 im Haus Spiess ausgestellten Werke bestätigt. Immerhin sind 23 von ihnen nur Leihgaben begeisterter Anhänger des Künstlers, die sonst in privaten Häusern hängen.

Die stellvertretende Bürgermeisterin Astrid Wolters eröffnete die Ausstellung offiziell, der Künstler bedankte sich bei Manfred Jülicher und der Stadt für das schöne Ambiente, in dem seine Werke gezeigt werden können. Er schloss seine wenigen Ausführungen mit einer bemerkenswerten Aussage: „Wer in ein Bild einsteigen kann, wird zu einem Teil des Kunstwerkes” und drückte damit die Verbundenheit von Künstler und Betrachter aus.
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