Ausstellung am Berufskolleg: Gefahren des Rechtsextremismus im Blick

Von: koe
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Informativ: Schüler des Berufskollegs mit ihrer Ausstellung über die Gefahren des Rechtsextremismus. Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen. NRW für Toleranz und Menschlichkeit“ – so lautet das Thema einer Ausstellung, die jetzt im Berufskolleg eröffnet wurde. Schulleiter Paul-Günther Threin sprach bei der Eröffnung von einer Ausstellung, die man im Erkelenzer Berufskolleg in dieser Form noch nicht gestaltet habe.

Dem Berufskolleg stehe es gut an, sich mit Rechtsextremismus zu beschäftigen, zumal Schüler aus 30 Nationen und Lehrer aus fünf Nationen hier lernen und lehren würden, so Threin.

Dankesworte für ihr Engagement fand der Schulleiter für die beteiligte Pädagogin Verena Gahr und die Schüler der Klasse HHO 5. Sie waren es, die die Ausstellung zusammengestellt hatten.

Mit Schautafeln und Bildern machen sie deutlich, dass der Rechtsextremismus gegen Demokratie und gesellschaftliche Vielfalt gerichtet ist; er ist unsozial und strebt einen autoritären Führerstaat an; er ist antiparlamentarisch zugunsten einer einheitlichen, dubiosen Volksgemeinschaft und antiinstitutionell zugunsten des allein geltenden Führerprinzips, hieß es auf großen Schautafeln.

Rechtsextremistische Gruppierungen wie zum Beispiel rechte Skinheads hätten diese Ideologie teilweise verinnerlicht. Markante Charakteristika, die in Kombination mit Aggression und Gewalt diese Szene ausmachten, würden gerne von ihnen übernommen.

Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und ein übersteigerter Nationalismus gehörten genauso dazu wie oft geäußerte Gefühle der eigenen Benachteiligung sowie ein allgemeines Ungerechtigkeitsempfinden.

Nicht nur das anfängliche Leugnen von Naziverbrechen, sondern sogar die Glorifizierung der Verbrechen des Nationalsozialismus kämen hinzu.

Dieses nationalistische und rassistische Gedankengut berge große Gefahren, war auf großen Schautafeln ebenso zu lesen wie aktuelle Informationen und Möglichkeiten, sich gegen „organisierte Dummheit“ zur Wehr zu setzen.

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