Kreis Heinsberg - Ausschuss in der „Pädagogischen Insel“

Ausschuss in der „Pädagogischen Insel“

Von: mabie
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Beim Rundgang durch die Mercator-Schule in Gangelt machten sich die Mitglieder des Kreisschulausschusses ein Bild vom räumlichen und pädagogischen Angebot der Schule.
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Er ist der Leiter der neu gebildeten Mercator-Schule / Don-Bosco-Schule: Marcel Driessen.
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Er ist der neue Leiter der aus­laufenden Janusz-Koczak-Schule: Eike Krüger.

Kreis Heinsberg. Grüne, gelbe und rote Karten gibt es in der Mercator-Schule für jeden Schüler. Ihr Verhalten entscheidet darüber, welche Farbe ihre Karte hat und wie sie die Zeit in der „Pädagogischen Insel“ nutzen. Letztere ist einer Räume, den der Schulausschuss des Kreises Heinsberg bei seiner mit einem Rundgang verbundenen Sitzung im Gangelter Schulgebäude besichtigt hat.

Anlass für diese Sitzung vor Ort war der Beschluss des Kreistages vom Juni, ab August die Trägerschaft von Don-Bosco-Schule (Oberbruch) und Mercator-Schule (Gangelt) zu übernehmen. Dabei war Gangelt als Hauptstandort und Oberbruch als Teilstandort festgelegt worden.

Rechtlich betrachtet, wurde damit die Don-Bosco-Schule aufgelöst. Zum Schuljahr 2015/2016 ist der bisherige Förderschwerpunkt „Lernen“ für die neu gebildete Mercator-Schule / Don-Bosco-Schule um die Schwerpunkte „Emotionale und soziale Entwicklung“ sowie „Sprache“ erweitert worden. Der Zuschussbedarf wird über eine differenzierte Kreisumlage nach den Schülerzahlen aus den einzelnen Kommunen abgedeckt.

Änderungen wird es vorerst nicht geben, wie Franz Josef Dahlmanns, Leiter des Amtes für Schule, Kultur und Weiterbildung beim Kreis Heinsberg, betonte. Dies betrifft die Schulsekretariate, die Schülerbeförderung, die Sachausstattung, die Lernmittel oder auch die Gebäude. Für Dienstleistungen, die in diesen Bereichen weiterhin von der Gemeinde Gangelt oder der Stadt Heinsberg übernommen werden, sagte der Kreis eine entsprechende finanzielle Erstattung zu. „Die bisherigen Schulträger haben exzellent mit uns zusammengearbeitet“, lobte Dahlmanns.

Das klang auch für Schulleiter Marcel Driessen gut, der sich bei dieser Gelegenheit nicht nur vorstellte. Er führte die Ausschussmitglieder auch in die Arbeit der Schule ein. Sie gibt es seit 1974 in Gangelt, 30 Jahre später erfolgte der Umzug an den damals neu gebauten Standort an der Frankenstraße. Aktuell zählt die Schule 188 Schüler der ersten bis zehnten Schulklasse.

Die mit einer Schulsozialarbeiterin besetzte „Pädagogische Insel“ bietet dabei die Chance für Schüler, sich den Aufenthalt dort zu verdienen oder eben bei Fehlverhalten dort Probleme zu besprechen. „Allerdings stören manche bewusst, um auf die Insel zu kommen“, erklärte Driessen, daher liefen derzeit Überlegungen, wie künftig weniger rote Karten verteilt werden könnten.

Neben Schulsozialarbeit und Kooperationsprojekten wie mit den Gangelter Einrichtungen und dem Kreisjugendamt oder der Johanniter-Unfall-Hilfe in der integrierten Ganztagsbetreuung, gibt es Schülerselbstbestimmung im Schülerparlament und viele Projektgruppen. Besonders stolz ist Marcel Driessen, der die Schule seit 2007 leitet und im Selfkant lebt, auf die berufsorientierenden Maßnahmen. „Jeder junge Mensch kann und will lernen, jeder auf seine Weise“, ist im Schulprogramm zu lesen.

Driessen outete sich auch bei dieser Ausschusssitzung als ein Fan der Förderschule. „Ich versperre mich dem gemeinsamen Lernen nicht, aber es gibt immer noch Schüler, die sich in der Regelschule nicht so entfalten können“, schloss der 53-Jährige.

Sein Berufskollege Eike Krüger, neuer Leiter der auslaufenden Janusz-Korczak-Schule, der Förderschule des Kreises mit dem Förderschwerpunkt „Emotionale und soziale Entwicklung“, der zuvor an der Don-Bosco-Schule tätig war, vertrat den gleichen Standpunkt. Dass die Schule in Geilenkirchen auslaufe, sah er nicht als Problem an: „Wir wollen den Übergang so gut wie möglich auf den Weg bringen“, sagte der 43-Jährige aus Bergheim, wobei er betonte, dass er auf ein hervorragendes Kollegium zählen könne.

Über einen erneuten Zuschuss vom Kreis Heinsberg in Höhe von maximal 2000 Euro für das Jahr 2016 darf er sich für die Übermittags- und Nachmittagsbetreuung freuen, auch wenn dieser nach Beschluss des Schulausschusses dem Förderverein der Janusz-Korczak-Schule zur Verfügung gestellt wird. Mit dem Geld werden Mittagessen bezuschusst, wenn sie von den Eltern der teilnehmenden Schüler nicht gezahlt werden, um so die Betreuungsmaßnahmen zu sichern.

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