Ausrangierte Rettungswagen rollen bald durch Paraguay

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Bei der Ubergabe der beiden ausrangierten Rettungswagen an den Hückelhovener Verein „Erste Hilfe aus zweiter Hand”: Ordnungsamtsleiter Kurt Schröder, AMTCO-Geschäftsführer Sayfeddin Abdel-Aziz, Udo T. Keller, Landrat Stephan Pusch und Stadtbrandinspektor Frank Just (v.l.n.r.).

Kreis Heinsberg. „Es ist im Kreis Heinsberg gute Tradition, ausrangierte Rettungswagen für den guten Zweck zur Verfügung zu stellen”, sagte Landrat Stephan Pusch bei der Übergabe von zwei ausrangierten Rettungswagen aus dem Bestand des Rettungsdienstes des Kreises Heinsberg an den Verein „Erste Hilfe aus zweiter Hand” in Hückelhoven.

Udo T. Keller, Vorsitzender des Hückelhovener Vereins, freute sich gemeinsam mit dem Hückelhovener Stadtbrandinspektor Frank Just über die beiden Fahrzeuge, die auf dem Gelände der Firma AMTCO im Baaler Gewerbegebiet bereitstanden. Der Geschäftsführer der Firma, Sayfeddin Abdel-Aziz, hatte die beiden Fahrzeuge für den Verein kostenlos reparieren und instand setzen lassen. Dafür galt ihm der Dank aller Beteiligten.

Wie die Pressestelle des Kreises Heinsberg berichtete, werde der Verein „Erste Hilfe aus zweiter Hand” die Fahrzeuge nach Paraguay bringen. Dort sollen sie in den Städten Altos und Lomagrando zum Einsatz kommen.

Udo T. Keller: „Unser Verein legt bei seiner Hilfe Wert auf Nachhaltigkeit. Es werden nicht nur Fahrzeuge geliefert, sondern vor Ort wurden auch die Menschen entsprechend ausgebildet, um mit solchem Gerät umgehen zu können.” Diese Ausbildung übernahm die Hückelhovener Feuerwehr, die vor allem den Leiter der Feuerwehr von Altos, Gerhard Wientzek, auf seine Aufgabe vorbereitet hat.

Seit 2007 hat der Verein „Erste Hilfe aus zweiter Hand” 20 Container zur Hilfe nach Paraguay verschickt. Davon profitiert haben Schulen, Krankenhäuser und Alteneinrichtungen. Besonders wichtig ist das Fahrzeug für die Stadt Altos. Dort wird zurzeit mit deutschem Know-how und deutschem Gerät intensiv ein Feuerwehr- und Rettungswesen aufgebaut.

Da die Stadt Altos, ebenfalls dank zahlreicher Spenden, inzwischen über ein für paraguyanische Verhältnisse gut ausgerüstetes Krankenhaus verfügt, ist die Ausbildung und Unterstützung im Bereich Feuerwehr und Rettungswesen eine logische Folge. Was bislang vor allem fehlte, war ein Rettungswagen. Diese Lücke konnte nun geschlossen werden.

Udo T. Keller dankte auch dem Kreis Heinsberg für die Spendenbereitschaft und lobte die gute Zusammenarbeit, insbesondere mit dem Ordnungsamt. Diesen Dank nahm Ordnungsamtsleiter Kurt Schröder bei der Fahrzeugübergabe entgegen.

Dass die gespendeten Materialien vor Ort ihrem Zweck entsprechend eingesetzt werden, davon überzeugt sich Keller bei seinen mehrmaligen Besuchen pro Jahr selbst. Auf diese Weise entstand eine sehr persönliche, aber auch sehr effektive Beziehung zwischen Paraguay und dem Hilfsverein aus Hückelhoven.
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