Auslaufende Realschule baut Angebot weiter aus

Von: hama
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Gangelt. Die Schullandschaft verändert sich weiterhin mit wachsender Geschwindigkeit. Das war auch bei der Verbandsversammlung des Real-, Gesamt- und Hauptschulzweckverbandes Gangelt-Selfkant zu spüren.

Selfkants Bürgermeister Herbert Corsten bleibt Vorsitzender des Verbandes, Heinz Stassen (Selfkant) sein Stellvertreter. Als Schulverbandsvorsteher wurde Gangelts Bürgermeister Bernhard Tholen, als Vertreter Dirk Schwartzmanns (Selfkant) bestätigt. Der Haushalt des Verbandes weist 2,23 Millionen Euro im Ergebnisplan und 2,15 Millionen Euro im Finanzplan auf.

Die Umlage steigt um 683.500 Euro auf 2,14 Millionen Euro – 1,12 Millionen Euro für Gangelt und rund eine Million Euro für Selfkant. Die Steigerung ist der Umstrukturierung der Schullandschaft mit Erweiterungen und Umbauten geschuldet. Einstimmig wurde der Haushalt eingebracht.

Laut Reinhold Schlimm, Leiter der Gesamtschule, zähle diese momentan 356 Schüler und 22 Lehrer. Man sei knapp mit Personal ausgestattet, es werde „nachgesteuert“. Schlimm ging auf den Ausbau des Standortes in Höngen ein und zeigte Perspektiven für die Nutzung der Gangelter Real- und später der Hauptschule auf. Er berichtete, dass die Schulkonferenz beschlossen habe, ab dem nächsten Zeugnis Bemerkungen zum Arbeits- und Sozialverhalten der Schüler zu schreiben.

Soziale Aktivitäten

Wie Schlimm unterstrich auch Thomas Hoppe-Leifgen, Rektor der Realschule, die sozialen Aktivitäten wie den gemeinsamen Sport mit Bewohnern der Lebenshilfe und der Gangelter Einrichtungen Maria Hilf. 259 Schüler werden an der Realschule aktuell von 17 Lehrern unterrichtet. Im Sommer werden 89 Schüler entlassen. Hoppe-Leifgen verwies mit Stolz darauf, dass man trotz des Auslaufens der Realschule das Angebot für die Kinder noch erhöht habe. Das zeigt sich unter anderem in hervorragenden Ergebnissen bei der Lernstandserhebung, bei der Gangelt ganz weit vorne zu finden sei.

Christopher Greil berichtete für die Hauptschule von 231 Schülern, von denen 80 im Sommer die Schule verlassen. 25 Lehrer unterrichten an der Hauptschule. Die Zusammenarbeit mit der Gesamtschule laufe ebenso gut wie das Ganztagskonzept.

Probleme gäbe es in der internationalen Förderklasse, die aktuell 17 Kinder ohne Deutschkenntnisse beherbergt. Da fast die Hälfte von ihnen jetzt bald in die fünften bis siebten Klassen müssten, die es in der GHS ja nicht mehr gibt, arbeitet man mit dem Schulamt an einer Lösung.

Unzufrieden zeigte sich Herbert Corsten mit dem Verhalten einiger Eltern, die trotz der vorhandenen Schülerjahreskarte ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen und holen. Da würden nicht nur Parkplätze und Zufahrten blockiert, sondern hier seien die Fahrkarten „rausgeschmissenes Geld!“

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