Kreis Heinsberg - Ausgebildete Kräfte sind vielerorts Mangelware

Ausgebildete Kräfte sind vielerorts Mangelware

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Kreis Heinsberg. Stolz sind sie schon, die sieben Frauen und zwei Männer, die nun nach 160 Stunden Unterricht im Margarete-Klug-Bildungswerk des Arbeiter-Wohlfahrt-Kreisverbands Heinsberg ihre Teilnahmebescheinigungen bekommen haben.

Sie sind jetzt ausgebildete zusätzliche Betreuungskräfte in der Demenzbetreuung gemäß den Richtlinien nach § 87b Abs. 3 SGB XI. Sie haben einen festen Arbeitsplatz , arbeiten in Alten- und Pflegeheimen des Kreises Heinsberg und unterstützen dort das examinierte Pflegepersonal.

„Das Pflegepersonal braucht Unterstützung in der Betreuung älterer, pflegebedürftiger Menschen mit demenzbedingten Erkrankungen oder geistiger Behinderungen. Die im Bildungswerk qualifizierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer können diese Lücke jetzt schließen”, sagt Ulrike Thiele vom Margarete-Klug-Bildungswerk (MKB) der AWO service gGmbH. Und Kursleiterin Gerti Wolff ergänzt: „Die seelische Betreuung ist nicht hoch genug einzuschätzen und wird zweifelsohne ein wichtiger Berufszweig für die Zukunft. Unser Seminar hat mitgeholfen, denn ausgebildete Betreuungskräfte sind vielerorts noch Mangelware.”

Die Kurs- Teilnehmer, die schon Sozialdienst-Luft geschnuppert hatten, aber ursprünglich aus anderen Berufen kommen, lernten neben den Grundkenntnissen in der Pflege die Kommunikation und den Umgang vor allem mit dementen Menschen. Zweimal in der Woche tauschten sie ihr Arbeitsfeld gegen die Seminarräume des Bildungswerks. In Gruppenarbeit, Rollenspielen und an Hand von konkreten Aufgabenstellungen sowie Arbeitsabläufen erlernten sie den Alltag als Betreuungskraft.

So wie beispielsweise Anita von Helden, die als Industriekauffrau vor der Arbeitslosigkeit stand, dann aber über das Pflegeheim zur AWO-Schulung fand. „Menschen zu betreuen, ihnen zur Seite zu stehen, das ist einfach schön”, erklärt die 47-Jährige ihren Einsatz. Auch Zivi Georg Hartwig (20) hat seinen Schulungsnachweis und den Arbeitsplatz in der Tasche. „Die Ausbildung bei der AWO war prima und hat meine Augen für die Mitmenschen geöffnet.”Das bestätigen ebenfalls Andrea Matuschewski (45) und Emannuela Loredana Oanta (34), die im Haus Berg in Brachelen ihre neue Aufgabe wahrnehmen. Ganz begeistert und stolz ist Shakuntla Parkash (45), die im AWO-Carolus-Zentrum den Dienst antritt.

Alle Teilnehmer bestätigten ihren Dozenten und Trainerinnen, dass sie eine tolle Ausbildung erfahren hätten. Ex-Laborant Peter Kuhlenkamp (50) und die ehemalige Vorstandssekretärin Rena Lessner (56) fassten das Lob so: „Eine kompetente Unterrichtsführung gepaart mit viel Verständnis und einem ungeheueren Fachwissen.”
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