Heinsberg-Kirchhoven - Aus Waldfeucht in die Slums Boliviens

Aus Waldfeucht in die Slums Boliviens

Von: Petra Wolters
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Pfarrer Arnold Houf (links) und Hans-Josef Geffers (rechts) begrüßten Schwester Christa (2.v.l.) und Maria Meurer von „HS - Ein Kreis hilft” in Kirchhoven. Foto: Petra Wolters

Heinsberg-Kirchhoven. Seit einem Vierteljahrhundert schon unterstützt die Pfarrei St. Hubertus in Kirchhoven die Missionsarbeit der Dominikanerin Schwester Christa, die aus Waldfeucht stammt. Sie arbeitet seit 28 Jahren in Bolivien.

Während ihres jüngsten Heimaturlaubs berichtete sie in der Kirchhovener Sonntagsmesse über ihre Arbeit.

Hier begrüßten sie Pfarrer Arnold Houf und Hans-Josef Geffers vom Arbeitskreis Missio herzlich. Seit 22 Jahren lebe sie nun schon in Santa Cruz, berichtete die Schwester aus einer Stadt, die allein in den vergangenen vier Jahren ihre Einwohnerzahl von einer auf 1,5 Millionen erhöht habe.

Ihr gehe es darum, den Armen und hier vor allem den Kindern zu helfen. Bildung ist dabei ein ganz wichtiger Faktor, ergänzte sie. Stolz ist die Dominikanerin vor allem auf die Unterstützung, die sie von den Frauen vor Ort erfährt. Die waren bisher immer da, wenn es galt zu helfen.

Ihr erstes Projekt sei die Kindertagesstätte gewesen, die derzeit von 126 Kindern besucht werde. 30 davon seien unter zwei Jahre alt, knapp die Hälfte davon Straßenkinder, die nachmittags nach der Schule in die Tagesstätte kommen würden.

2001 wurde eine Schule aufgebaut. Aus anfangs 250 Schülern seien mittlerweile 1350 geworden, erklärte sie zum College, das seine Schüler bis zum Abitur führe und ihnen dabei nicht nur das nötige Wissen, sondern auch menschliche und christliche Werte vermittele.

Neue Projekte sind ein Computerraum, der vor allem für die Oberstufenschüler, aber auch für Eltern gedacht ist, und ein neuer Kindergarten. Das ist wirklich ihr Werk, erklärte Schwester Christa und meinte damit zum einen die Unterstützung aus der Pfarrei, zum anderen aber auch die Spende, die ihr in der Kirche Maria Meurer als stellvertretende Vorsitzende von „HS - Ein Kreis hilft” übergab.

Mit 18.000 Euro hat der Verein in diesem Jahr Hilfsorganisationen in der Region Heinsberg unterstützt. 750 Euro davon übergab Meurer an Schwester Christa. „Das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein”, erklärte sie. „Aber ohne die vielen Tropfen, die wir erhalten haben, wäre der Kindergarten gar nicht zustande gekommen, dankte und freute sich Schwester Christa über die Spende. An Pfarrer Houf übergab sie als kleines Dankeschön eine Stola aus Bolivien.
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