Aus „Herbstwind“ wird ein musikalischer Orkan

Von: agsb
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West-Harmony, das Projektorchester vom Kreismusikverband, begeisterte beim Konzert in Gangelt. Foto: agsb

Kreis Heinsberg. In der Aula der Selfkantschule in Gangelt gaben gleich zwei Orchester der Extraklasse ihr Stelldichein. Zum einen spielte West-Harmony, das Projektorchester des Kreismusikverbandes Heinsberg, glänzend auf, zum anderen brillierte mit Koninklijke Harmonie EMM Wessem eines der besten Amateurblasorchester der Niederlande.

Für die Gäste war es zugleich einen Testlauf für das kommende Wochenende. Im limburgischen Roermond steht dann ein besonderer Musikwettbewerb an. Die Generalprobe wurde meisterhaft absolviert.

Den ersten Teil des Konzertabends in Gangelt bestritt die West-Harmony unter Leitung von Dirigent Martin Kirchharz. Ihr Programm stand unter dem Motto „Herbstwind“ und entwickelte sich schnell zu einem „Orkan“: Ein musikalischer Wirbel fegte durch die Aula. Das Orchester beendete mit dem Auftritt seine jüngste Arbeitsphase und präsentierte dem begeisterten Publikum ein Konzert auf allerhöchstem Niveau.

„Man kann in so einem Orchester Stücke spielen, die man in einem normalen Orchester nicht spielen kann, wie zum Beispiel El Camino Real oder Star Wars Saga, solche Stücke spielt ein Orchester nicht mal einfach so. Da braucht man schon technisch sehr versierte Musikerinnen und Musiker, die dies auch umsetzen können. Diese Stücke sind für den Blechbereich recht schwer. Wir haben hier das große Glück, dass wir personell so groß sind und auch Musikerinnen und Musiker haben, die solch schwere Konzertstücke spielen können“, zollte der Dirigent dem Orchester ein großes Lob.

„Das war heute sehr hohe Oberstufe bis Höchststufe“, so der Dirigent weiter. Und der Bonner Musiklehrer erkannte in der nächsten Arbeitsphase schon eine neue Herausforderung. „Es wird ein komplett neues Programm, wir legen noch eine Schippe drauf. Wir haben mit Mittelstufe vor Jahren angefangen, haben uns unseren heutigen Standort regelrecht erkämpft und erarbeitet“, so Kirchharz. „Was mir besonderes imponiert und mich weiter anspornt, ist die Entwicklung, die wir bisher genommen haben. Ich war in der ersten Arbeitsphase vor rund sieben Jahren noch sehr skeptisch, ob das so was werden kann. Aber wir haben uns gemeinsam auf ein sehr hohes Niveau gespielt, und das macht auch für den Dirigenten die Sache sehr angenehm“, sagte Kirchharz, der weiterhin für den Kreismusikverband Heinsberg aktiv sein wird.

Auch die Musikerinnen und Musiker selbst zeigten sich voller Euphorie nach dieser Arbeitsphase. „Es ist die ­Herausforderung, mit anderen Musikerinnen und Musikern aus vielen Vereinen etwas zusammen zu machen. Alle haben unterschiedliches Wissen und Können und es ist einfach interessant, wenn diese Erfahrungen zusammengeführt werden. Das ist die eigentliche Herausforderung“, erklärte Bernd Knoben, der sich glücklich zeigte, bei West-Harmony dabei zu sein.

Die Stückauswahl war ähnlich wie beim Konzert in der Realschule Heinsberg vor einigen Wochen. Da wurde bereits ein Feuerwerk der Töne präsentiert, Gangelt erlebte jetzt den „Herbststurm“. Und nach dem Auftritt der niederländischen Freunde zeigte sich Dirigent Martin Kirchharz bestätigt. Schon vor Konzertbeginn hatte er der Harmonie aus Wessen brilliantes Spiel prophezeit – und das Publikum konnte diese Aussage nur bestätigen.

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