Aus für Hertie: Stadt will retten, was zu retten ist

Von: Norbert F. Schuldei
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Hückelhoven. Das Ende von Hertie scheint besiegelt: Nachdem die Gläubigerversammlung des insolventen Unternehmens für die Abwicklung der Warenhauskette gestimmt hat, steht die Schließung der bundesweit 54 Warenhäuser unmittelbar bevor.

Davon sind auch die 30 Mitarbeiter der Hertie-Filiale in Hückelhoven betroffen, bundesweit fallen durch die Schließung rund 2600 Jobs weg.

„Die jetzt beschlossene Abwicklung des Unternehmens und damit auch des seit mehr als 30 Jahren in Hückelhoven ansässigen Warenhauses haut natürlich in den Karton und wirft einen mächtigen Schatten auf die Feier aus Anlass des 40. Jahrestages unserer Stadtwerdung”, sagt Hückelhovens Bürgermeister Bernd Jansen.

Schon als vor rund viereinhalb Jahren die Übernahme der damaligen KarstadtQuelle AG (heute Arcondor) durch den jetzigen Haupteigentümer Dawnay Day über die Bühne ging, habe man die Erfahrung machen müssen, „dass man an die Eigentümer nicht rankommt”, sagt Jansen. Dennoch werde man seitens der Stadt versuchen, zu retten, was zu retten ist. Jansen: „Mitte nächster Woche werden wir uns mit dem Hückelhovener Hertie-Geschäftsführer Thomas Przybylski an einen Tisch setzen und über mögliche Lösungen für diese Filiale reden.”

Das schließe auch die Erörterung möglicher Folgenutzer der Immobilie ein. Wie es heißt, soll für jedes einzelne der 40 Hertie-Häuser im Dawnay-Day-Besitz ein neuer Mieter gefunden werden. Ernsthaftes Interesse hätten unter anderem die Kaufhausketten Kaufland und C&A bekundet. „Die Schließung des Hertie-Hauses in Hückelhoven ist auch deshalb so bitter”, sagt Bernd Jansen, „weil dessen Wirtschaftlichkeit in Ordnung ist”.

Hertie Hückelhoven hat nach eigenen Angaben in den vergangenen Jahren stets „gute schwarze Zahlen” geschrieben.
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