Aus der Straßenmeisterei wird der Bauhof

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Das Team vom Kreisbauhof in Scheifendahl mit Dezernent Josef Nießen, Amtsleiter Günter Kapell und Bauhof-Leiter Guido Domsel (von links).
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Das neue Schild am Eingangstor signalisiert: Hier ist der Bauhof zu finden.

Kreis Heinsberg. Als am vergangenen Wochenende heftiger Schneefall einsetzte, waren die orangefarbenen Lkw des Kreises Heinsberg auf den Kreisstraßen unterwegs. „Winterdienst“ war angesagt für die Mitarbeiter des Kreises, die in der Außenstelle in Heinsberg-Scheifendahl ihren Dienst tun.

Diese Organisationseinheit, dem Amt für Umwelt und Verkehr der Kreisverwaltung zugeordnet, hieß bis vor Kurzem noch Straßenmeisterei. Da dieser Begriff inzwischen eine eher unzutreffende Beschreibung des Aufgabenspektrums darstellte, hat sich Landrat Stephan Pusch für einen Namenswechsel in „Bauhof des Kreises Heinsberg“ oder kurz „Kreisbauhof“ entschieden.

Im Jahr 1964, also vor etwas mehr als 50 Jahren, hatte der Selfkantkreis Geilenkirchen-Heinsberg vom Landschaftsverband Rheinland die Unterhaltung und den Ausbau der Kreisstraßen übernommen. Die Kreisstraßenmeisterei mit Sitz in Scheifendahl wurde eingerichtet. Als 1972 der neue Kreis Heinsberg entstand, behielt die neue Kreisstraßenmeisterei ihren Sitz in dem kleinen Ort nahe Heinsberg, doch von nun an mussten auch die Straßen im Gebiet des früheren Kreises Erkelenz betreut werden. Die Tätigkeit der Straßenmeisterei war seinerzeit sehr stark auf den Unterhalt der Straßen fixiert.

2003 wurden der bis dahin ­eigenständige Landschaftspflegetrupp und die Straßenmeisterei zu einer Einheit verschmolzen. Personal und Gerätschaften konnten nun – vor allem auch mit Blick auf die Jahreszeiten – flexibler eingesetzt werden.

Heutzutage haben die Bediensteten in Scheifendahl viel mehr zu tun, als nur den guten Straßenzustand zu erhalten. Allerdings ist der Unterhalt des auf 186 Kilometer angewachsenen Kreisstraßennetzes inklusive Straßenrandbepflanzung und Radwege nach wie vor ein Kerngeschäft. Hinzu kommen Beschilderung und Winterdienst.

Weitaus weniger bekannt ist die Tatsache, dass die Männer in ihrer leuchtend orangefarbigen Kluft auch die Pflege und Unterhaltung der kreiseigenen Wald- und Offenland-Biotopflächen leisten. Die Überwachung der rund 900 Naturdenkmale im Kreisgebiet, die Unterhaltung der Beschilderung des 550 Kilometer umfassenden Radwanderwegenetzes, des 45 Kilometer umfassenden Reitwegenetzes sowie die Grün- und Tiefbauarbeiten an kreiseigenen Grundstücken gehören zu den Aufgaben der „Männer in Orange“.

Der Kreisbauhof verfügt über 24 fest angestellte Mitarbeiter verschiedener Berufsgruppen wie Straßenwärter, Schlosser, Garten- und Landschaftsbauer, Gärtner, Baumpfleger und Maurer. Zwei Mitarbeiter befinden sich derzeit in der Ausbildung zum Straßenwärter.

„Mit der neuen Namengebung soll auch die enge Verbundenheit des Kreises zu den Bauhöfen der Städte und Gemeinden ausgedrückt werden“, erklärten übereinstimmend der zuständige Dezernent Josef Nießen sowie Amtsleiter Günter Kapell. Seit Jahren würden Kreis und Kommunen diesbezüglich gute Kontakte pflegen. Nicht nur die Treffen der Tiefbauamtsleiter und der Bauhofleiter bestimmen die Kooperation, sondern auch der gemeinsame und damit günstigere Einkauf von Streusalz sowie die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners. Auch Schulungen und Weiterbildungen finden gemeinsam statt.

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