Aus dem Notruf 112 wird der „Lichtruf 2012”

Von: hewi
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Norbert Kostka hat mit seiner
Norbert Kostka hat mit seiner Lebensgefährtin Antje Vonderheide die erste Tour in dem neuen Fahrzeug im Dienste der Kunst bereits geplant: Am Wochenende gehts nach Foto: Koenigs

Wegberg-Uevekoven. Der Architekt und Künstler Norbert Kostka bringt die Menschen der Kunst näher. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Dafür verwendet er ein ausrangiertes Feuerwehrauto, das rund 30 Jahre lang in Erftstadt seinen Dienst verrichtet hat.

Auf den ersten Blick ist der Mannschaftswagen ein Feuerwehrauto, wie es sie in jedem Ort gibt. Bei genauem Hinschauen fällt dem Betrachter gleich die Beschriftung an den Fahrzeugseiten auf. Denn anstelle des „Notruf 112” ist dort „Lichtruf 2012” zu lesen.

Was es damit auf sich hat, erläutert der Künstler gerne. „Diente der Wagen in den letzten Jahren der Gefahrenabwehr, so soll er heute Erleuchtung bringen”, erklärt Kostka. Der ehemalige Einsatzwagen der Feuerwehr dient natürlich nicht nur zur Fortbewegung hin zur Kunst. Vielmehr sieht Kostka den Wagen an sich auch als ein Licht spendendes Element.

In dem Auto, das ehemals zur Bekämpfung der zerstörerischen Kraft des Feuers diente, kann man heute eine Reise ins Licht und zur Kunst antreten. Daher die Bezeichnung „Lichtbringer” für den Mercedes aus dem Jahr 1970. In den letzten 30 Jahren hat das Fahrzeug gerade einmal knapp 30.000 Kilometer zurückgelegt. Im Dienste der Kunst sollen es in Zukunft weitaus mehr Kilometer werden.

„Touren bis hundert Kilometer sind auch mit acht Personen zu schaffen”, ist sich Kostka sicher. Er hat den Wagen im Internet gefunden, nachdem er die Idee konzeptionell zur Reife gebracht hatte. „Anlaufstellen könnten Kunststandorte wie die Insel Hombroich sein”, erklärt er. Schon die gemeinsame Fahrt in dem rustikalen Gefährt kann zu einem Erlebnis werden. Der hintere Bereich, in dem sonst die Einsatzwerkzeuge der Feuerwehr transportiert wurden, ist heute Platz für Kunst.

Denn die kann auch mit dem Wagen an jeden beliebigen inspirierenden Ort gebracht werden. Als Architekt beschäftigt sich Kostka mit Transformationen. Eine seiner Spezialitäten ist die Umwandlung von Industriegebäuden in Wohnraum. Als Referenz wohnt er seit elf Jahren im Uevekovener Wasserturm, den er nach seinen Plänen umbauen ließ. Die erste Tour mit dem feuerroten Lichtbringer führt am Wochenende über die Grenze nach Posterholt, wo Kostka und seine Lebensgefährtin, die Malerin Antje Vonderheide, an der Kunstaktion „Kunststrom” teilnehmen.

Wer mehr über „Lichtruf 2012” und die nächsten Themen und Touren erfahren will: Tel. 0160/78 58 091.
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