Hückelhoven - Aula-Foyer wird zur „Denkwiese”: Ergebnisse eines Kunstprojekts

Aula-Foyer wird zur „Denkwiese”: Ergebnisse eines Kunstprojekts

Von: hewi
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Am Hückelhovener Gymnasium ging das Projekt Denkwiese zu Ende. Auf der selbst gestalteten Denkwiese wurde heftig diskutiert. Foto: Koenigs

Hückelhoven. Das Foyer der Aula wurde zur „Denkwiese”, als die zwölf Schüler der fünften und sechsten Klassen des Gymnasiums die Ergebnisse ihres einjährigen Kunstprojektes vorgestellt haben: 14 Blumen und elf Gräser mit Raupen und anderen Bewohnern luden ein, in ihrem Schatten zu verweilen und die neue Perspektive zu genießen.

Denn die sonst eher kleinen und unauffälligen Gewächse, die man gerne mal übersieht, waren bis zu einem Meter groß und sehr stabil. Ein Jahr lang hatten die Kinder unter der Anleitung der Objektkünstlerin Alexandra Schütz an ihren Pflanzen aus Draht, Pappmaché und Lackfarbe gebastelt. Gefördert wurde das Kunstprojekt mit Landesmitteln und vom Förderverein des Gymnasiums.

Die Idee stammt noch aus der Kindheit der Künstlerin. „Mein Lieblingsbuch war damals Der kleine Kluckermann, der auf einmal schrumpft und die Welt aus einer völlig neuen Perspektive wahrnimmt. Das hat mich zu dem Projekt inspiriert”, erzählt sie bei der Vorstellung des Projektes.

Die Ergebnisse waren so beeindruckend, dass der stellvertretende Bürgermeister Dieter Geitner spontan vorschlug, „die riesigen Blumen und Gräser auch im Eingangsbereich des Rathauses aufzustellen, denn sie sind zu schade, um in einer Ecke zu verstauben”. Auch im Brunnenhof des Gymnasiums werden sie zu bestaunen sein, verriet Schulleiter Walter Woltery.

Schon Interesse bekundet

Zuerst jedoch werden sie auf Reisen gehen und im benachbarten Wassenberg im Rahmen des Kunst- und Kulturtages am 6. Juni auf dem Burgberg zu sehen sein. Auch der Naturpark Schwalm/Nette hat schon Interesse an den wetterfesten Riesenblumen bekundet. „Man soll nicht auf die kleinen Dinge herabschauen”, erklärt die 12-jährige Charlotte, die an dem Projekt mitgearbeitet hatte. „Jetzt kann man selber sehen, wie es ist, klein zu sein.” Wie ihre Mitstreiterinnen hatte sie ein Jahr lang jeden Freitagnachmittag an ihrer Blume gearbeitet.

Auch die Künstlerin hatte dabei etwas gelernt: „Ich habe verstanden, wie Kinder in dem Alter ticken”, erklärt sie. Dass die Arbeit letztendlich mehr Zeit in Anspruch genommen hatte, als eingeplant war, wertet die Ganztagskoordinatorin Birgit Fluhr-Leithoff als Zeichen des Engagements, das sowohl Schütz als auch ihre kleinen Schützlinge an den Tag gelegt hatten.
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