Hückelhoven - Aufschwung aus dem Tal der Tränen

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Aufschwung aus dem Tal der Tränen

Von: Norbert F. Schuldei
Letzte Aktualisierung:
Hückelhovens Kämmerer Helmut
Hückelhovens Kämmerer Helmut Holländer freut sich über sprudelnde Einnahmen bei der Einkommensteuer. Foto: Schuldei

Hückelhoven. Da sage einer, es gäbe nur schlechte Nachrichten. Hier ist eine gute: Die Steuereinnahmen der Städte und Gemeinden, der Länder und des Bundes sprudeln so üppig wie seit Jahren nicht mehr.

Nach Berechnungen des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) dürfte der Staat bis zum Jahre 2014 rund 125 Milliarden Euro mehr einnehmen als zuletzt geschätzt. Der Konjunktur sei Dank. Die Frage ist natürlich: Was haben die Bürger davon, wie macht sich das Plus in der Stadt, dem Ort bemerkbar?

„Ja selbstverständlich machen sich die sprudelnden Steuereinnahmen auch bei uns in Hückelhoven bemerkbar”, sagt Helmut Holländer. Der Kämmerer ist ganz offensichtlich gut drauf. „Wir sind von Anfang an davon ausgegangen, dass die Steuerschätzung dieses Jahr viel zu niedrig angesetzt war”, sagt er verschmitzt lächelnd.

Auf der Grundlage dieser (zu niedrigen) Schätzung konnte die Stadt mit Einnahmen von etwa 8,4 Millionen Euro rechnen. Das wird erfreulicherweise sehr viel mehr werden in diesem Jahr. „Wir werden nach der aktuellen Prognose des Arbeitskreises Steuerschätzung wohl um rund 800.000 Euro über der Schätzung liegen, die dem Haushaltsplan zugrunde liegt”, sagt der Kämmerer.

Und auch bei der Gewerbesteuer sieht man in der alten Kohlestadt seit einigen Wochen alles andere als schwarz: „Wir sind mit der Entwicklung auch hier sehr zufrieden”, sagt Holländer. Ob es am Ende auch hier ein Plus geben wird, das, so der Kämmerer, „kann man schwer voraussagen”. Sicher sei allerdings, dass der Ansatz von rund 10,5 Millionen Euro für das Jahr 2011 erreicht werde.

Da können sich die Bürger in Hückelhoven ja auf rosige Zeiten freuen: Neben dem kostenlosem Parken - ein überaus attraktives Angebot, das viele Käufer in die Stadt lockt - demnächst beispielsweise auch freie Benutzung des Freizeitbades und andere Wohltaten für die Bürger?

Holländer verliert sein Lachen auch bei dieser Frage nicht. „Wir werden die Mehreinnahmen dafür nutzen, die eingeplanten Verluste im Haushalt zu verringern. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.” Immerhin rund eine Million Euro kann der Finanzchef dazu verwenden, den laufenden Haushalt nicht noch mehr zu überziehen als man dies ohnehin schon tun musste.

„Wir bewegen uns nach wie vor auf dünnen Eis. Aber wir werden, wenn die Entwicklung weiter so positiv verläuft, nicht so schnell die allgemeine Rücklage angreifen müssen, wie wir das gedacht haben. Und das ist schon positiv”, sagt Holländer. Der Hückelhovener schließt sich also dem Hauptgeschäftsführer des Städtetages, Stephan Articus, an: „Wir freuen uns, dass der Aufschwung den Städten hilft und den Aufstieg aus dem Tal der Tränen beschleunigt”, hatte der die Entwicklung der Steuereinnahmen kommentiert. Was auch heißt, dass man sich noch im Tal der Tränen befindet. Allerdings mit Licht beim Blick nach vorne.
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