Auch richtig putzen will gelernt sein

Von: Markus Bienwald
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Die richtige Technik ist entscheidend: Schüler Dominik weiß auch dank des Zahnputzprogramms des Zahnärztlichen Dienstes des Kreises Heinsberg, wie Zähneputzen richtig geht. Foto: Markus Bienwald

Gangelt. Kai und Dominik sind richtig gute Freunde und wissen genau, was der andere will. Zumindest dürfte das seit dem jüngsten Besuch des zahnärztlichen Dienstes des Kreises Heinsberg in der Mercatorschule der Fall sein. Denn Dominik weiß dank Kai ganz genau, wie er seine Zähne richtig putzt.

Kai sitzt dabei nicht neben ihm, sondern ist die Abkürzung für das richtige Putzen, um die Beißerchen ein Leben lang sauber und gesund zu halten. So zeigt Margit Busch wie Dominik die Kauflächen (K), Außenflächen (A) und Innenflächen (I) der Zähne richtig sauber hält. Dazu hat sie eine riesige rote Zahnbürste und ein großes, natürlich künstliches Gebiss mitgebracht, mit dem sie bestens demonstrieren kann, wie es mit der richtigen Mundhygiene klappt.

„Bitte benutzt immer die Schreibhand, denn die ist geschickter und stärker“, weiß Margit Busch und sorgt mit tausendfach geübten Handbewegungen dafür, dass die passenden Reinigungsabläufe den Schülern in Fleisch und Blut übergehen.

Und damit Dominik an diesem Vormittag in seiner Schule das Ganze auch richtig lernt, gibt es nicht nur eine Gratis-Zahnbürste für alle, sondern noch einen Pappbecher zum Umspülen und ein paar Papierhandtücher für den sauberen Mund.

Wie wichtig die Zahnhygiene ist, präsentiert der zahnärztliche Dienst mit seiner „Gesund beginnt im Mund“ überschriebenen Aktion auch eine Etage höher im Schulgebäude. Dort wird schnell deutlich, wie der Kreis Heinsberg entsprechend dem gesetzlichen Auftrag seine Reihenuntersuchungen in Schulen und Kindergärten strukturiert hat. Denn nicht nur vernünftiges Putzen trägt zu einem gesunden Gebiss bei.

Wichtig sind auch die richtige Ernährung und das passende Verhalten. Das lernen die Kinder der Mercatorschule bei Schulzahnärztin Manuela Staudt und Assistentin Petra Schmitz. Sie bekommen beispielsweise ein paar Arbeitsblätter, auf denen sie die „guten“ Nahrungsmittel wie Brot, Obst oder Gemüse mit ihren Buntstiften ausmalen dürfen, während das „schlechte“ Essen wie zum Beispiel Süßigkeiten einfach dick rot durchgestrichen wird.

Und dabei lernen sie quasi ganz nebenbei, dass Popcorn zwar ein Nahrungsmittel ist, aber durch seinen hohen Zuckergehalt wohl eher zu dem zählt, was man nicht täglich konsumieren sollte.

Auch die Ursachen für Zahnschmerzen, die oft genug auf mangelnde Mundhygiene zurückzuführen sind, waren ein Thema für die Kinder. Dazu durften sie noch vor ihrer eigenen Untersuchung, bei der allerdings weder gebohrt noch saniert wurde, den Aufbau von Mund, Gebiss, Zahnfleisch und Zähnen kennenlernen, um zu sehen, warum es schon mal beim Putzen bluten kann.

„Das kann ganz harmlos sein, beispielsweise durch einen Milchzahn, der wackelt, aber wenn man Schmerzen hat, sollte man immer zum Zahnarzt gehen“, erklärte Margit Busch den Kindern. Und natürlich hatte sie bei den Kindern auch einen Stein im Brett, denn wann darf man schon mal ungestraft im Unterricht spucken?

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