Atze Schröder probt die „Revolution” in der Erka-Halle

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Atze Schröder
Atze Schröder will 2010 auf große Deutschland-Tour gehen. Foto: ddp

Erkelenz. Spannung macht sich in der gut gefüllten Erka-Halle breit. Atze Schröder ist wieder einmal in der Stadt und will sein Programm für das kommende Jahr in einer „Preview-Veranstaltung” ausprobieren, bevor es im Januar auf große Deutschland-Tour geht.

Das Intro zur Show, lateinamerikanisch angehauchte Gitarrenmusik, geht mit dem Titel des neuen Programms einher: „Revolution”. Leider kann man das Thema in Schröders Bühnenprogramm nicht wirklich wieder erkennen. Nach einigen Schmeicheleien, Erkelenz wäre „das Brasilien der Bundesrepublik” oder „Wer es in Erkelenz schafft, der schafft es überall!”, geht es mit einem eher von flachen Sprüchen und Witzen unter die Gürtellinie mancher Prominenter geprägten Konzept weiter, das nicht gerade nach Revolution schreit.

Egal, ob Becker, Pocher oder Pooth: die Prominenten werden bei Atze Schröder von einer niedermachenden Lawine erfasst, die letzendlich damit endet, dass auch die deutsche Politiklandschaft durch den Kakao gezogen wird. Dabei kommt der Komiker zur Schlussfolgerung, Deutschland brauche mehr „echte Kerle”.

So weit, so gut. Jedoch kommen Witze über das Dschungelcamp im vergangenen Januar reichlich spät, um noch komisch zu sein und auch die „Witze” über bestimmte Bevölkerungsgruppen glaubt man alle irgendwo schon einmal gehört zu haben. In der zweiten Hälfte des Programms wird es auch nicht besser. Spätestens jetzt merkt man, dass der „Porsche-Prolet” nichts auslässt und für seine Komik auch die Themen „Feiern” und „Alkohol” verwendet.

So hat er seine ganz eigenen Ansichten dazu, wie eine gelungene Feier sein müsse. Den Höhepunkt - und auch die lautesten Lacher - erreicht er schließlich im Zugabenteil, der allerdings aus Segmenten des noch aktuellen Bühnenprogramms „Mutterschutz” besteht. Letztenendes ist es zwar bisher nur die Preview-Version, die Schöder zum Besten gibt, aber mit „Revolution” hat das Ganze wenig zu tun.

Stellenweise sind durchaus lustige Passagen dabei und das Publikum ist durchaus gut unterhalten. Seine Arbeit hat der Lockenkopf also getan, jedoch weiß er diesmal nicht so zu glänzen, wie es bei manch vergangenen Shows der Fall war.
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