Armut bei Senioren Thema Nummer eins

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Die Teilnehmer des ersten Treffens des „Runden Tisches Seniorenarbeit” in Hückelhoven planen zunächst einen Ratgeber für ältere Menschen. Sie wollen sich alle zwei Monate treffen.

Hückelhoven. „Ich wünsche mir einen lebendigen und informativen Austausch über die bestehenden Angebote für Senioren hier in Hückelhoven und dass wir voneinander wissen. Außerdem würde ich gerne mit diesem neuen Netzwerk einen Seniorenratgeber für Hückelhoven auf den Weg bringen.” Dieser Wunsch von Waltraud Kremlitschka war sozusagen das erste Ergebnis des Gründungstreffens des „Runden Tisches Seniorenarbeit”.

Zu diesem hatte die Gemeindesozialarbeiterin des Caritasverbandes für die Region Heinsberg in ihr Büro auf der Brassertstraße vier in Hückelhoven eingeladen, um etwas für die Hückelhovener Senioren als Arbeitskreis zu tun.

„Ich habe Sie angeschrieben, weil ich in meiner Arbeit die gesellschaftlichen Veränderungen mitkriege. Ich denke, wir sollten gemeinsam die Herausforderungen, die der demografische Wandel mit sich bringt, angehen”, so die Gemeindesozialarbeiterin. Darin waren sich alle Teilnehmer einig. Heinz-Josef Schmitz, Leiter des Hückelhovener Sozialamtes, sagte, dass er seit Jahren der Meinung sei, dass mehr getan werden müsse. Deshalb habe er als Projektarbeit bereits einen kommunalen Vorsorgeplan entwickelt.

Auch Norbert Reyans, Pastoralreferent der Gemeinschaft der Gemeinden Hückelhoven, und der evangelische Hückelhovener Pfarrer Frank Mischnick befanden, dass das Thema „Seniorenarbeit” eine hohe Brisanz habe, da die Anzahl der älteren Mitmenschen steige. Pfarrer Mischnick sprach in dem Zusammenhang die Vereinsamung und Verarmung im Alter als ein „brennendes Thema” an. Dies sah Wilhelm Bergstein, Vorsitzender des VdK Kreisverband Heinsberg, genauso. „Es gibt viele ältere Menschen, denen es nicht gut geht.” Immer mehr würden in die Armut gedrängt.

Birgit Kerski von der Selbsthilfegruppe für Angehörige von an Alzheimer und Demenz erkrankte Menschen bestätigte: „Armut ist bei den Senioren das Thema Nummer eins.”
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