Arbeitslosigkeit geht kontinuierlich zurück

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Kreis Heinsberg. Im vergangenen Jahr waren beim Jobcenter Kreis Heinsberg im Jahresmittel 5000 Personen arbeitslos gemeldet.

Dies bedeute einen kontinuierlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit in der Grundsicherung um rund ein Viertel innerhalb der letzten sechs Jahre, erklärte die gemeinsame Einrichtung von Kreis Heinsberg und Agentur für Arbeit Aachen-Düren. Besonders erfreulich sei, dass auch bei den Langzeitarbeitslosen mit 2335 der niedrigste Bestand der letzten sechs Jahre verzeichnet worden sei.

Damit seien ein Drittel weniger Personen länger als zwölf Monate arbeitslos als 2010. Der Anteil der Langzeitarbeitslosen an allen Arbeitslosen, die beim Jobcenter gemeldet waren, sei von 54,7 Prozent auf 46,7 Prozent zurückgegangen.

Ausschlaggebend für das positive Ergebnis war laut Jobcenter die gute Wirtschaftsentwicklung im Kreis Heinsberg in Verbindung mit einem stabilen Arbeitsmarkt in der Region und den Nachbarbezirken. Darüber hinaus habe das Jobcenter die Vermittlung in Arbeit mit umfangreichen arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen unterstützt. Als wichtiger Baustein wurde das Bundesprogramm zur Reduzierung der Langzeitarbeitslosigkeit bezeichnet, das vom Europäischen Sozialfonds unterstützt werde.

Christian Trox, Geschäftsführer des Jobcenters, erläuterte die Besonderheiten des Projektes: „Das Programm bietet die Chance, uns noch intensiver um die Langzeitarbeitslosen kümmern zu können, die besondere Unterstützung ­benötigen. Hierzu informieren ­Betriebsakquisiteure Arbeitgeber über das Programm und finanzielle Fördermöglichkeiten.

Sobald offene Stellen gemeldet werden, sichten Mitarbeiter den Bewerberpool und machen passgenaue Vorschläge. Vor und nach der Arbeitsaufnahme erfolgt ein begleitendes und intensives Coaching der Teilnehmer mit dem Ziel einer langfristigen Beschäftigung.“

Teamleiter Roland Schniedermeyer, Betriebsakquisiteurin Katrin Schmitz und Jobcoach Melissa Fedderke erläuterten dem SPD-Bundestagsabgeordneten Norbert Spinrath die Entwicklung des Bundesprogramms im Kreis Heinsberg sowie die konkrete Projektarbeit. Spinrath zeigte sich beeindruckt von den Erfolgen und lobte das Engagement aller Beteiligten.

„Stabile Arbeitsmarktstrukturen im Kreis Heinsberg haben dazu beigetragen, die Anzahl der arbeitslosen Menschen zu verringern. Besonders erfreulich ist der Umstand, dass viele kleinere Betriebe ihre Bereitschaft zeigten und Langzeitarbeitslosen eine neue Chance gegeben haben“, so Spinrath. Er hob die hohe Bedeutung des Jobcoachings für die Nachhaltigkeit von Beschäftigungsaufnahmen hervor.

Auch Bernhard Henn, ­Leiter des Leitungsstabes des Vorstandsvorsitzenden der Bundesagentur für Arbeit, Frank-J. Weise, der den Bundestagsabgeordneten zum Termin begleitet hatte, würdigte die eindrucksvolle Arbeit der qualifizierten Mitarbeiter des Jobcenters. Ihre professionelle Beratung der betroffenen Menschen sei der Schlüssel zum Erfolg des Programms.

Für die Zukunft sollen die Erfahrungen aus diesem Projekt in das Tagesgeschäft einfließen, damit möglichst alle arbeitslosen Personen noch umfassender unterstützt werden können. Dazu arbeiten Jobcenter und Agentur für Arbeit eng zusammen.

Doris Schillings, stellvertretende Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur, betonte: „Der Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit ist rechtskreisübergreifend ein zentrales geschäftspolitisches Ziel, das auch für 2017 im Fokus bleibt. Die Projektergebnisse zeigen den Weg: die Nähe zu den Kunden in Verbindung mit individuellen und auf die persönlichen Bedarfe abgestimmten Lösungen.“

Förderungen über das Bundesprogramm für Langzeitarbeitslose sind beim Jobcenter Kreis Heinsberg noch bis Mitte des Jahres möglich. Interessierte Arbeitgeber erhalten Informationen beim Jobcenter unter Telefon 02451/91599-141 oder per E-Mail an jobcenter-kreis-heinsberg.719@jobcenter-ge.de.

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