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Arbeitslosenzahl ist im Kreis weiter gesunken

Von: disch
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Kreis Heinsberg. Während die Agentur für Arbeit bundes-, landes- und bezirksweit am Dienstag für den Monat Dezember einen leichten Anstieg der Arbeitslosenzahl meldete, wobei allerdings der saisonübliche Einbruch des Arbeitsmarktes ausgeblieben sei, war im Kreis Heinsberg zum Jahresende weiterhin ein Rückgang der Arbeitslosenzahl zu beobachten.

Im Kreis Heinsberg sind nach Angaben der Agentur für Arbeit 8800 Menschen als arbeitslos registriert. Dies sind 83 weniger als vor einem Monat und 778 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote - bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen - liegt (wie bereits Ende November) bei 7,0 Prozent. Vor einem Jahr betrug der Wert noch 7,7 Prozent.

Unter den 8800 Arbeitslosen sind 4581 Männer (52,1 ) und 4219 Frauen (47,9 ) verzeichnet sowie 5054 Menschen ohne Ausbildung (57,4 ), 1021 Menschen unter 25 Jahre (11,6 ), 2700 Menschen über 50 Jahre (30,7 ), 3650 Langzeitarbeitslose (41,5 ), 532 Schwerbehinderte (6,0 ) und 1089 Ausländer (12,4 ).

Im Jahresvergleich haben vom Rückgang der Arbeitslosigkeit um 8,1 Prozent die Männer mit einem Minus von 9,7 Prozent mehr profitiert als die Frauen mit einem Minus von 6,3 Prozent. Auffallend deutlich sind die Rückgänge bei den Unter 25-Jährigen (minus 14,8 Prozent) und bei den Ausländern (minus 9,3 Prozent), während sie sich bei den über 50-Jährigen (minus 2,4 Prozent) und bei den Langzeitarbeitslosen (minus 2,7 Prozent) in Grenzen hielten. Bei den Schwerbehinderten gab es sogar einen Anstieg um 2,9 Prozent.

In einer Zeitreihe für das Jahr 2011 war die Arbeitslosenzahl, die zum Jahreswechsel 2010/2011 bei 9578 gelegen hatte, zunächst im Januar auf 10 133 angestiegen, dann aber kontinuierlich gesunken bis auf 9204 im Juni. Nach einem zwischenzeitlichen Anstieg bis auf 9599 im August folgte dann wieder ein stetes Absinken auf nunmehr 8800.

Die Agentur für Arbeit weist allerdings in ihrer Statistik auch Zahlen für die Unterbeschäftigung aus, bei der zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch Personen erfasst werden, die Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind. „Es wird unterstellt, dass ohne den Einsatz dieser Maßnahmen die Arbeitslosigkeit entsprechend höher ausfallen würde”, erklärte die Agentur für Arbeit.

So befinden sich 106 Menschen in der Aktivierung und beruflichen Eingliederung. Für 490 gelten vorruhestandsähnliche Regelungen. Somit sind insgesamt 9396 Menschen von „Arbeitslosigkeit im weiteren Sinne” betroffen. Bei der „Unterbeschäftigung im engeren Sinne” wird von 10 874 Betroffenen ausgegangen, kommen da doch unter anderen auch Menschen in beruflicher Weiterbildung, in Arbeitsgelegenheiten und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit oder Bezieher von Arbeitslosengeld unter erleichterten Voraussetzungen (58er-Regeleung) mit in die Betrachtung.

Unter anderem ergibt sich auch mit den Gründungszuschüssen letztlich eine Gesamtzahl bei der Unterbeschäftigung von 11 162 Betroffenen. Die Unterbeschäftigungsquote liegt im Kreis Heinsberg laut Agentur für Arbeit bei 8,8 Prozent.
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