Arbeit in der OGS ist sehr praxisbezogen

Von: anna
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Sie freuen sich über die Zertifizierung ihres neuen Weiterbildungskurses für Ergänzungskräfte in offenen Ganztagsschulen: Esther Brunn, Ulla Sevenich-Mattar, Dirk Siera und Petra Bernhardt (v. l. n. r.). Foto: anna

Kreis Heinsberg. Oft sind es ganz andere Berufe, aus denen die Ergänzungskräfte kommen, die in der offenen Ganztagsschule (OGS) tätig sind. Das sei auch gut so, erklärt Dirk Siera, freiberuflicher Dozent in der Erwachsenenbildung. Die Arbeit in der OGS sei sehr praxisbezogen. „Da sind diese Einflüsse wichtig.“ Die Ergänzungskräfte könnten wertvolle Erfahrungen aus ihren Berufen, aber auch aus ihren Hobbys in ihre neue Tätigkeit einbringen. „Da spielt der Ursprungsberuf keine Rolle.“

Der Wunsch nach Weiterbildung für diese Mitarbeiter in der OGS in ihrem neuen Beruf konnte bisher jedoch nur erfüllt werden, indem sie weite Fahrten auf sich nahmen, etwa nach Düsseldorf oder Köln. Das brachte Ulla Sevenich-Mattar, Leiterin des Fachbereichs Kinder- und Jugendhilfe beim Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO), auf die Idee, auch im Kreis Heinsberg einen solchen Kurs anzubieten. Nicht zuletzt ist der Verein „Spielend lernen“, dessen Vorsitzende Sevenich-Mattar ist, selbst Träger von elf offenen Ganztagsschulen in den Stadtgebieten von Wegberg und Übach-Palenberg.

„Auch wer schon länger in diesem Bereich arbeitet, wird merken, dass er mit dem dazu gewonnenen Wissen den Alltag mit noch mehr Kompetenz meistern kann“, sagt sie. Gemeinsam mit Dirk Siera sowie mit Petra Bernhardt, Leiterin des Margarete-Klug-Bildungswerks, und Esther Brunn, die als Kindheitspädagogin bei der AWO tätig ist, entwickelte sie den neuen Fortbildungskurs für Ergänzungskräfte. Er umfasst insgesamt acht Module, in denen die rechtlichen Grundlagen ebenso vermittelt werden wie die pädagogischen Fundamente der Arbeit mit Kindern, in denen es aber auch um Möglichkeiten individueller Förderung oder um die Gesundheitsförderung geht. Zielgruppe sind dabei nicht nur Ergänzungskräfte, die bereits in der OGS tätig sind, sondern auch Menschen, die diesen Beruf ergreifen wollen.

Jedes Modul umfasst innerhalb einer monatlich stattfindenden Modulwoche drei Präsenzveranstaltungen. Diese finden jeweils morgens statt, sodass bereits in der OGS tätige Teilnehmer ihrer Arbeit am Nachmittag weiter nachgehen können. Für die eigene Bearbeitung von Studientexten sind weitere fünf Stunden pro Woche angesetzt. Hinzu kommt eine Ausbildung in Erster Hilfe am Kind, die weitere fünf Stunden umfasst. 15 Stunden werden schließlich benötigt für Planung, Durchführung und Präsentation eines eigenen Projekts, das ebenfalls zur Fortbildung gehört. Insgesamt umfasst der Kurs 145 Stunden. 20 weitere Stunden kommen hinzu für Teilnehmer ohne Erfahrung, die zusätzlich ein Praktikum in einer OGS absolvieren müssen.

Träger des Kurses, der den Vorgaben des Weiterbildungsnachweises Ganztag Nordrhein-Westfalen entspricht, ist das Margarete-Klug-Bildungswerk der AWO. Nun gab es die Zertifizierungsurkunde, die den Kurs für die Förderung der beruflichen Weiterbildung als geeignet ausweist. Der erste Kurs in der Kreisgeschäftsstelle der AWO in Heinsberg beginnt am 26. Januar und endet im September. Dafür sind nur noch wenige Plätze frei. Interessenten sollten sich melden beim Margarate-Klug-Bildungswerk unter Telefon 02451/9159710 oder per E-Mail an mkb@service.awo-hs.de. Ein zweiter Kurs soll im August 2015 beginnen.

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