Appell zum Mitmachen beim Kleider-Teilen

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Kreis Heinsberg. Die traditionelle St.-Martins-Kleidersammlung der katholischen Pfarreien und Verbände steht am Samstag, 19. November, an.

Die Bevölkerung im Kreis Heinsberg kann an diesem Tag wieder bis 9 Uhr ihre Altkleidersäcke, die in diesen Tagen von zahlreichen Pfarrangehörigen an die Haushalte verteilt werden, an die Straße stellen. Mit ihrem Beitrag hilft sie den Organisatoren der Sammlung, finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten für sozial-­caritative Institutionen und Projekte zu erwirtschaften.

Ab 9 Uhr rollen dann wieder mehr als 300 Traktoren, Kleinlaster und Pkw durch den Kreis. Sie bringen die Kleidertüten zu den neun über das Kreisgebiet verteilten Verladestellen. In kurzer Zeit werden die rund 1500 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer aus den katholischen Pfarrgemeinden und Verbänden, vom Cusanus-Gymnasium Erkelenz und vom Bischöflichen Gymnasium St. Ursula Geilenkirchen wieder viele Tonnen an Alttextilien und Schuhen einsammeln. Über die Kolping-Recycling GmbH werden diese vermarktet und verwertet, ehe der Erlös an die Projekte verteilt werden kann.

So unterstützt die GdG Heinsberg-Waldfeucht das Projekt „Schwester Christa“ in den Slums von Santa Cruz in Bolivien. Aus der GdG Erkelenz erhält die Eine-Welt-AG des Cusanus-Gymnasiums Projektgelder, um damit weiterhin den Kampf des Aluisio Peirara für die Straßenkinder Mangueiras Im Nordosten Brasiliens zu stärken. Der regionale Katholikenrat fördert die Präventionsprojekte Mum und Kids & Co. Der Sozialdienst katholischer Frauen und Männer finanziert aus den Fördermitteln Anti-Gewalt-Trainingskurse für Männer sowie den Täter-Opfer-Ausgleich. Der Verein Amos hat ein vielfältiges Unterstützungssystem für langzeitarbeitslose oder von materieller Armut betroffenen Menschen entwickelt.

Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) unterhält mit den Martinsgeldern einen sozialen Begegnungsraum in Birgden. Die Pfarrei St. Petrus in Übach-Palenberg unterstützt seit vielen Jahren die Aktion Interplast, durch die missgebildete Kinder in Asien und Lateinarmerika für deren Familien kostenfrei operiert werden. Der KAB-Berufsverband nutzt die Gelder zur Aufrechterhaltung der regionalen Arbeitslosenberatung im Kreis Heinsberg. Die GdG Selfkant unterstützt die Mercator-Schule in Gangelt; die nach Zusammenführung mit der Don-Bosco-Schule im Schuljahr 2016/2017 das Angebot an Förderschwerpunkte erweitern konnte.

Die Pfarrei St. Marien Wassenberg engagiert sich in der Unterstützung der in Wassenberg aufgenommenen Flüchtlinge. Die GdG Wegberg unterstützt Abbe George, der sich für den Unterhalt und weiteren Ausbau der Krankenstation in Brundi einsetzt. Seitens der GdG Selfkant erfährt der Missionskreis Osteuropa für sein Engangement bei der Unterstützung notleidender Menschen in den Ländern Osteuropas, insbesondere in Rumänien, finanzielle Förderung.

Die GdG Hückelhoven unterstützt das Missionsprojekt Mont-Des-Oliviers-Schule in Haiti, dessen Arbeit aus rein spendenfinazierten Mitteln ermöglicht wird. Der Caritasverband unterstützt die Caritaswerkstatt Schierwaldenrath, die in ihren Fair-Kaufhäusern kostengünstigen Einkauf und nachhaltigen Umgang mit Konsumgütern ermöglicht. Aus der GdG Geilenkirchen erhält die Eine-Welt-AG des Gymnasium St. Ursula für ihr Schulpartnerschafts-Projekt Vozama (Dorfschulbewegung für die Grundbildung der Kinder im Hochland von Madagaskar) finanzielle Unterstützung.

Die Verantwortlichen aus den Pfarreien der Region bitten die Bevölkerung, wieder bei der großen Aktion des Kleider-Teilens mitzumachen. Wichtig sei es, dass die Säcke erst am Morgen des Sammeltages kurz vor 9 Uhr an die Straße gestellt werden, da sonst die Gefahr bestehe, dass unliebsame private Sammler sich der Kleiderspenden bemächtigen würden. Ärgerlich sei es auch, wenn gewerbliche Sammler zum Teil unter obskuren Vereinsnamen in den Tagen vor der Martinssammlung Kleider und Schuhe sammeln würden.

Wer ganz sichergehen wolle, könne dies am Sammeltag direkt an den Verladestationen bis 12 Uhr erledigen. In der Erkelenzer Kernstadt würden die Säcke nicht an den Straßen eingesammelt, sondern könnten an den Verladestellen abgegeben werden – ebenso in Heinsberg im Gebiet der Pfarrei St. Gangolf in Heinsberg; diese richte eine zentrale Sammelstelle am Parkplatz gegenüber dem Jugendheim Die Brücke an der Westpromenade ein.

Fragen zur Sammlung beantwortet das Büro der Regionaldekane unter Telefon 02161/980651.

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