Appell an Sportvereine: „Kooperiert mit uns!“

Von: disch
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Kreis Heinsberg. „Kooperiert mit uns!“ Diesen Appell richtete Ronnie Goertz, der Vorsitzende des Kreissportbundes Heinsberg, bei der Mitgliederversammlung des KSB im Ratheimer Jägerhof an die Vereine. Das Spektrum der Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit, die der KSB den Vereinen eröffnen will, reicht von Jung bis Alt: von Kindertagesstätten bis zu Pflegeheimen.

Lars Abelshausen, Fachkraft des KSB für das Programm „NRW bewegt seine Kinder!“, skizzierte gemeinsam mit Hans-Jürgen Peisen, der für die Bezirksregierung Köln als Berater im Schulsport tätig ist, die Möglichkeiten zur Zusammenarbeit zwischen Schulen und Vereinen. Dem Trend, dass sich Kinder immer weniger bewegen würden, solle entgegengewirkt werden.

„Sport macht intelligent“, betonte Peisen. „Bildung braucht Bewegung“, laute die Maxime in Nordrhein-Westfalen. Im Zuge der Formel „3+2+x“ – drei Stunden Sportunterricht, zwei Stunden Arbeitsgemeinschaften und Förderkurse sowie eine offene Stundenzahl samt Wettkämpfen und Turnieren oder Pausensport – könnten sich eben auch Vereine einbringen. Peisen und Abelshausen sprachen von einer „Win-win-Situation“, von einem Nutzen für Vereine und Schulen, wobei es wichtig sei, dass die Zusammenarbeit „auf Augenhöhe“, also gleichberechtigt ablaufe.

Im Rahmen einer Bestanderhebung, so berichteten sie weiter, sei erkundet worden, welche Wünsche Grundschulen und weiterführende Schulen sowie Offene Ganztagsbereiche im Kreis Heinsberg hätten. Nach den Osterferien solle das Ergebnis auf der Internetseite des Kreissportbundes unter www.ksb-heinsberg.de online gestellt werden. Interessierte Vereine könnten dann selbst auf die Schulen zugehen, oder aber der Kontakt werde über den Kreissportbund vermittelt.

„Wir müssen eine ganze Menge Hürden überwinden“, sagte Peisen. „Doch ich denke, das ist machbar.“ Als Erfolgsbeispiel nannte er die aktuell mit dem Sepp-Herberger-Preis gewürdigte Zusammenarbeit des SC 09 Erkelenz mit Schulen im Fußballsport.

Als neuen Aktionsbaustein für die Kinder- und Jugendarbeit im Sportverein stellte Lars Abelshausen „Kibaz“, das Kinderbewegungsabzeichen der Sportjugend Nordrhein-Westfalen, vor. Bewegungsfreude, nicht Leistung stehe im Vordergrund bei diesem Programm für drei- bis sechsjährige Kinder, auch wenn es unter anderem darum gehe, dass Kinder ihre Vorlieben, Stärken und Talente entdecken und auch ihre indivi­duelle Leistung zeigen könnten.

Mit einem Parcours aus verschiedenen Bewegungsstationen sollen laut Abelshausen die motorische, die psychisch-emotionale, die soziale, die kognitive und die Wahrnehmungsentwicklung gefördert werden. Die Fachkraft betonte, dass „Kibaz“ in Verantwortung der Sportvereine angeboten werde und diesen so die Chance gebe, mit Kindertageseinrichtungen und Familienzentren zusammenzuarbeiten. So könnten auch kontinuierliche Kooperationen entstehen. Die Vereine könnten „Kibaz“ aber auch in eigener Regie, zum Beispiel in Form eines Sportabzeichentages für Kinder umsetzen. Der Kreissportbund wolle die Vereine mit Informationen und einer Fortbildung bei „Kibaz“ begleiten.

Hans-Jürgen Seffner, der Vorsitzende des Stadtsportverbandes Wassenberg, berichtete in diesem Zusammenhang von Planungen für einen weiteren Aktionstag mit den Kitas im Stadtgebiet für September.

„Rezept für Bewegung“

Den Mitgliedsvereinen wurden bei der Versammlung des KSB aber auch weitere Möglichkeiten aufgezeigt: So arbeitet Fachkraft Margit Vonderbank im Rahmen des Programms „Bewegt gesund bleiben in NRW!“ an einer intensiveren Zusammenarbeit zwischen Sportvereinen und Akteuren aus dem Gesundheitswesen.

Mit dem ­„Rezept für Bewegung“ könnten Ärzte ihren Patienten eine schriftliche Empfehlung für körperliche Aktivitäten geben. Vereine sollten diese Chance nutzen, indem sie beispielsweise Präventionskurse mit qualifizierten Übungsleitern anböten. Im Rahmen des Programms „Bewegt älter werden in NRW!“ könnten Vereine auch mit Pflegeheimen zusammenarbeiten, berichtete Fachkraft Mathias Vonderbank davon, dass Bewegungsangebote für Menschen mit Demenz erarbeitet, erprobt und etabliert werden sollen.

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