Apotheker warnen: Arzneimittel und Alkohol vertragen sich nicht

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Bunte Kostüme, ausgelassene Stimmung und das ein oder andere alkoholische Getränk gehören für viele zum Karneval dazu. Doch die Apotheker warnen: Alkohol und Arzneimittel vertragen sich nicht. Foto: Müller

Kreis Heinsberg. Die fünfte Jahreszeit nähert sich ihrem Höhepunkt. Bis zum Aschermittwoch am 25. Februar werden eingefleischte Narren noch einige Male ausgelassen feiern und dabei sicher auch das ein oder andere alkoholische Getränk zu sich nehmen.

Was vielen angesichts ausgelassener Stimmung gerade zur Karnevalszeit besonders schwer fällt: Wer Arzneimittel einnehmen muss, sollte auf den Genuss alkoholischer Getränke verzichten. Und das natürlich nicht nur zur Karnevalszeit, raten die Apotheker im Kreis Heinsberg.

„In den meisten Fällen wird die Wirkung der eingenommenen Arzneimittel unkalkulierbar”, erklärte Hans Kühle, Pressesprecher der Apotheker im Kreis Heinsberg. „Manche Arzneimittel, wie zum Beispiel Antibiotika, verlangsamen den Abbau des Alkohols im Körper. Das kann zu Übelkeit, Kopfschmerzen und niedrigem Blutdruck führen.”

Andere Arzneimittel werden wie der Alkohol über das gleiche Entsorgungssystem der Leber abgebaut. Dieses System ist aber mit dem Abbau des Alkohols schon so stark beschäftigt, dass der Arzneistoff weiter im Körper kreist und nicht ausgeschieden wird. Dadurch verstärken und verlängern sich sowohl die Wirkungen als auch die Nebenwirkungen des Arzneimittels.

Schlaf- und Beruhigungsmittel, Antidepressiva und andere Psychopharmaka wirken an denselben Angriffspunkten im Körper wie der Alkohol. „Dadurch erhöhen sie gegenseitig ihre Wirkungen und Nebenwirkungen”, so Kühle. Dazu kommen Schmerzmittel, Kaliumsalze und Eisenpräparate, die in Verbindung mit Alkohol den Magen-Darm-Trakt reizen können. „Wer an den Karnevalstagen zu viel getrunken hat, sollte ebenfalls bedenken, dass auch am nächsten Tag noch der Alkohol Wechselwirkungen mit Arzneimitteln eingehen kann”, gab der Apotheker zu Bedenken.

Am besten sei es, gezielt in der Apotheke nachzufragen, wie das eingenommene Arzneimittel auf Alkohol wirke. „Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte, wenn er Medikamente einnimmt, besser ganz auf Alkohol verzichten. Denn im Karneval kann man auch nüchtern Spaß haben,” so Kühle.
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