AOK: Krankenstand im Kreis unverändert hoch

Von: disch
Letzte Aktualisierung:

Kreis Heinsberg. Im Vergleich zum Jahr 2015 war der Gesamtkrankenstand der 28 675 AOK-Versicherten, die in Unternehmen im Kreis Heinsberg beschäftigt sind, 2016 unverändert hoch. Er lag exakt wie im Jahr zuvor bei 5,89 Prozent. Mit diesem Ergebnis wird der Rheinland-Durchschnittswert von 5,56 Prozent überschritten.

Das geht aus einer statistischen Auswertung des Instituts für Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF), einer Tochtergesellschaft der AOK Rheinland/Hamburg, hervor, die am Mittwoch in Heinsberg von AOK-Regionaldirektor Heinz Frohn und Gregor Mertens, dem stellvertretenden Institutsdirektor vom BGF, vorgelegt wurde.

Während sich der Krankenstand bis zu sechs Wochen von 4,00 auf 4,04 Prozent erhöht hat, ist er der Langzeitkrankenstand über sechs Wochen hinaus von 1,90 auf 1,86 Prozent gesunken. Nahezu identisch ist der Gesamtkrankenstand von männlichen (5,90 ) und weiblichen (5,88 ) AOK-Versicherten, während er rheinlandweit bei Frauen (5,72 ) höher ist als bei Männern (5,46 ).

Die häufigsten Diagnosen für eine krankheitsbedingte Fehlzeit waren Erkrankungen der Diagnosegruppe „Atemwege“, gefolgt von Muskel- und Skeletterkrankungen. Die Zahl der Diagnosenennungen (Fallhäufigkeit) ist im Kreis Heinsberg mit der Vergleichszahl für das Rheinland nahezu identisch. Aber die Genesung nimmt im Schnitt im Kreis Heinsberg mit 13,43 Kalendertagen etwas mehr Zeit in Anspruch als im Rheinland insgesamt mit 12,22 Tagen. So ergibt sich insgesamt eine höhere Zahl krankheitsbedingter Fehltage im Kreis.

Die meisten Fehltage resultieren weiterhin aus Erkrankungen der Diagnosegruppe „Muskel / Skelett“, gefolgt von psychischen Erkrankungen und Atemwegserkrankungen. Fehltage aufgrund psychischer Störungen haben laut AOK in den letzten Jahren überall im Rheinland stark zugenommen. Zwar ist im Vergleich zum Jahr 2015 die Zahl dieser Fälle im Kreis Heinsberg gestiegen, die durchschnittliche Genesungszeit hat sich in diesen Fällen aber verringert, sodass sich im Ergebnis die Zahl der Fehltage, die dieser Diagnosegruppe zuzuordnen sind, nach Jahren des Anstiegs erstmals leicht verringert hat.

57,83 Prozent aller AOK-Versicherten in Kreis Heinsberger Unternehmen hatten im Jahr 2016 mindestens eine krankheitsbedingte Fehlzeit. Das heißt im Umkehrschluss: 42,17 Prozent meldeten sich nicht krank.

Unterstrichen wurde von der AOK, wie wichtig das Engagement von Unternehmen in den Themen „Betriebliche Gesundheitsförderung“ und „Betriebliches Gesundheitsmanagement“ sei.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert