Anlaufstelle für Begegnungen

Von: Helmut Wichlatz
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Sabine Schäfer (links) mit zwei Mitarbeiterinnen im Caf Foto: Wichlatz

Hückelhoven. Das Café Lebensart an der Doktor-Rubens-Straße ermöglicht die Begegnung von behinderten und nichtbehinderten Menschen. Nun suchen die Betreiber neue Partner, um das Angebot auch in Zukunft aufrecht erhalten zu können.

Das Motto des Cafés, das vor drei Jahren auf Initiative der Gangelter Einrichtungen Maria Hilf entstand, lautet „Lebendig - Offen - Lebensnah”. Es bietet eine Anlaufstelle für die Klienten, die in Hückelhoven wohnen. „Die zu betreuenden Personen werden Klienten genannt, denn das an sich richtige Wort Patient habe so nach ,Krankheit´ geklungen”, erläutert Sabine Schäfer, die das Café für die Gangelter Einrichtungen betreut.

Ziel sei es gewesen, ein Angebot zu schaffen, in dem das Nebeneinander behinderter und nicht behinderter Menschen gefördert wird. Denn eine Behinderung sei auch normaler Bestandteil des Lebens. „Dabei werden die Eigenheiten einiger Klienten als durchaus normal angenommen”, so Schäfer. Bisher mit Erfolg, denn das Café hat sich zu einer Anlaufstelle und Stätte der Begegnung entwickelt, die auch von vielen Hückelhovenern genutzt wird.

Rund 20 Klienten arbeiten jeweils für ein paar Stunden ehrenamtlich im Café mit. „Die Klienten gehen offen auf die Gäste zu und brechen so das Eis”, erklärt Schäfer. Probleme habe es bisher noch nicht gegeben. Die Mitarbeiter werden durch den regelmäßigen Umgang mit den Gästen auch selbstbewusster. Das Bild vom bevormundeten Behinderten gehört der Vergangenheit an.

Gemeinsamer Workshop

Im Café Lebensart werden auch regelmäßig kulturelle und kreative Angebote gemacht. Es finden Lesungen, Konzerte oder auch Ausstellungen statt. Auch ein gemeinsamer Workshop mit dem Hückelhovener Fotoclub wird angeboten. Die Ergebnisse wurden schon im Rahmen einer Ausstellung präsentiert. Derzeit stellt der Künstler Johann Wittmann Öl- und Acrylbilder im Café Lebensart aus.

Eine andere Besonderheit des Café Lebensart ist das Lobby-Preissystem. „Das bedeutet, dass Leute, die nicht so viel Geld haben, bei uns auch weniger zahlen”, erläutert Schäfer. Im Caf Lebensart brauche sich niemand zu schämen, wenn er wenig Geld hat.

Träger sind die Gangelter Einrichtungen Maria Hilf. Kreisweit betreut die Einrichtung rund tausend Klienten, die dezentral in Wohngruppen oder alleine wohnen.

Bisher wurde das Café finanziell von der Aktion Mensch unterstützt. Nun suchen die Betreiber neue Sponsoren und Partner, um das Angebot weiter aufrecht erhalten zu können. Denn aus dem Umsatz allein kann sich das Lebensart noch nicht selber tragen.
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