Anlaufstelle für Angehörige von Demenzkranken

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Sie setzen auf Zusammenarbeit:
Sie setzen auf Zusammenarbeit: Hans Minkenberg (r.), Leiter der Caritas-Pflegestation Hückelhoven, seine Stellvertreterin Gabi Hanschmann (2. v. l.) und Bärbel Raab (l.), Qualitätsbeauftragte der Caritas-Station, freuen sich mit Birgit Kerski (2. v. r.) über den Ortswechsel der Selbsthilfegruppe für Angehörige von an Alzheimer erkrankten und dementen Menschen.

Kreis Heinsberg. Die Selbsthilfegruppe für Angehörige von an Alzheimer erkrankten und dementen Menschen, die in der Trägerschaft des Caritasverbandes für die Region Heinsberg steht, trifft sich von nun an jedem letzten Donnerstag im Monat, also auch heute, am 23. Februar, von 20 bis 22 Uhr in den Räumlichkeiten der Caritas-Pflegestation in Hückelhoven an der Parkhofstraße 45.

„Durch die Neueröffnung der Station bot sich der Wechsel an”, erklärte Birgit Kerski, die Leiterin der Gruppe. Die Gruppe, die nun schon seit 1997 besteht, habe sich bisher im Hückelhovener Seniorenzentrum St. Lambertus getroffen. Der Einrichtung sei sie für die jahrelange Zusammenarbeit sehr dankbar, so Kerski.

Ziel der Caritas-Pflegestation sei es, die vorhandenen Räumlichkeiten auf vielfältige Weise zu nutzen, so Hans Minkenberg, der Leiter der Station. „Das Treffen der Selbsthilfegruppe ist sozusagen unser erstes Projekt, die Station noch weiter nach außen zu öffnen.” Und so nutzt er das Treffen jeweils am letzten Donnerstag im Monat in der Zeit von 20 bis 22 Uhr dazu, im selben Zeitraum eine Sprechstunde für alle diejenigen anzubieten, die Fragen zur Pflege haben. „Gerade Berufstätige haben oft keine Möglichkeit, uns persönlich aufzusuchen. Ich denke wir kommen ihnen mit der zweistündigen Sprechstunde entgegen”, so Minkenberg.

Unterdessen können sich die Angehörigen von an Alzheimer erkrankten und dementen Menschen in der Selbsthilfegruppe austauschen. „Für Angehörige stellt die Pflege eines an Alzheimer erkrankten und dementen Menschen eine extreme Belastung dar - körperlich wie psychisch”, berichtete Birgit Kerski. Rund um die Uhr seien sie für diesen da. Mit der Folge, dass die pflegenden Angehörigen sich immer mehr isolieren oder isoliert würden. „Oft reduziert sich der Freundeskreis. Denn viele Außenstehende verstehen es nicht, dass man selber zu Hause betreut und pflegt”, so Kerski. Umso wichtiger sei die Selbsthilfegruppe, wo man auf Gleichgesinnte stoße, die dasselbe erleben würden und auch nützliche Tipps parat hätten.

„Die Selbsthilfegruppe ist offen für jeden. Niemand muss sich anmelden oder gar pünktlich erscheinen”, wies Birgit Kerski hin. Das Angebot sei kostenlos.

Es gehe allein darum, dass die Angehörigen von an Alzheimer erkrankten und dementen Menschen eine Möglichkeit erhalten würden, Unterstützung und Hilfestellung zu erfahren.

„Der Aufklärungsbedarf über die Demenzen ist noch immer gegeben”, so Kerski. Zudem habe sie festgestellt, dass die Erkrankten ebenso wie die pflegenden Angehörigen immer jünger würden. Dass die Selbsthilfegruppe eine wichtige Anlaufstelle für die Angehörigen sei, zeige sich darin, dass viele auch nach dem Verlust des an Alzheimer erkrankten und demen-ten Menschen noch einmal wiederkommen würden, um sich zu bedanken und ihr zu erzählen, wie das letzte Stück Abschied gewesen sei, so Birgit Kerski.
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