Angler verleihen Verbandsehrenzeichen

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Ehrungen gab es bei der Versammlung der Angler im Kreis Heinsberg: Das Bild zeigt (v.l.n.r.) Reiner Gube, Ludwig Reiners, Friedrich Kohnen, Ewald Braun, Heinz-Josef Jochims, Hans-Peter Richter und Walter Sollbach.

Kreis Heinsberg. Zur Jahreshauptversammlung der Angler im Kreis Heinsberg (Bezirk Rurtal im Rheinischen Fischereiverband) sind als Ehrengäste auch der Vorsitzende des Rheinischen Verbandes, Walter Sollbach, sein Stellvertreter Reiner Gube und der Ehrenvorsitzende des Bezirks, Herbert Kloth, begrüßt worden.

In seinem Grußwort berichtete Sollbach unter anderem darüber, dass die Landesregierung andenke, die Verwendung von Blei beim Angeln zu untersagen. Dies werde selbstverständlich befürwortet, wenn geeignete Ersatzstoffe zur Verfügung stünden. Sollbach informierte auch über das Vorhaben des Verbandes, weitere Gewässer zu pachten, und über die Neufassung der Verordnung zur Fischerprüfung.

Weiter berichtete der Verbandsvorsitzende über den positiven Verlauf des Maifischprojekts. Wenn möglich, sollten auch in diesem Jahr wieder 2,5 Millionen Larven in Frankreich gezüchtet und im Rhein ausgesetzt werden. Gube konnte Positives von der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie an der Schwalm vermelden.

Daran anknüpfend, referierte der Bezirksvorsitzende, Ewald Braun, über den Sachstand bei der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie im Einzugsbereich der Rur. Da alle berichtspflichtigen Gewässer in einen natürlichen oder naturnahen ökologischen Zustand gebracht werden sollten, müsse durch die Fischerei versucht werden, den Fokus auf die fischereirelevanten Gewässer auszurichten. Bei durch menschliche Einwirkung überformten Gewässern gelte es, das ökologische Potential sicherzustellen.

Ludwig Reiners, zuständig für die Lehrgangsorganisation, berichtete über die Vorbereitung zur Fischerprüfung. Bei einer geringen Durchfallquote in der Prüfung waren die Lehrgänge, auch in diesem Jahr, sehr erfolgreich. Unter vielen Lehrgangsteilnehmern besuchten auch 43 Jugendliche und zehn Frauen die Lehrgänge.

Der Referent für Fischerei und Gewässer, Heinz-Josef Jochims, erinnerte die Mitglieder daran, dass alle Aalfänge an das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz gemeldet werden müssten. Die Karausche, Fisch des Jahres 2010, wird von vielen Vereinen zur Arterhaltung besetzt. Da der Giebel der Karausche äußerlich sehr ähnelt, erklärte Jochims die artspezifischen Unterscheidungsmerkmale.

Die Anglerjugend war das Thema von Jugendwart Friedrich Kohnen. Er präsentierte einen kurzen Rückblick auf den Jugendfischertag des Bezirks und erläuterte die neue Regelung des NRW-Umweltministeriums zur Zulassung zum Angeln von Kindern unter zehn Jahren. Ein Kind unter zehn Jahre dürfe demnach einem erwachsenen Fischereischeininhaber beim Angeln zur Hand gehen, die Angel auswerfen und unter Anleitung den Fisch auch landen. Ein Erlaubnisschein beziehungsweise ein Jugendfischereischein sei erst nötig, wenn das zehnte Lebensjahr vollendet sei. Der Jugendwart ermutigte dazu, diese Möglichkeit zu nutzen.

Der Referent für Fischen, Hans-Peter Richter, stellte den geplanten Ablauf für das Seniorenfischen 2011 vor. Gefischt wird in der Rur mit anschließendem Casting-Wettbewerb. Er bedankte sich beim ASV Ratheim für die Bereitstellung des Adolfosees als Ausweichgewässer. Dort wird gefischt, falls die Rur Hochwasser führen sollte.

Geehrt wurden besonders verdiente Mitglieder. Walter Sollbach überreichte Ludwig Reiners, Hans-Peter Richter und Heinz-Josef Jochims das goldene Verbandsehrenzeichen. Alle drei Jubilare erhielten das Ehrenzeichen für mehr als 20-jährige Mitarbeit im Bezirksvorstand. Für seine zwölfjährige Tätigkeit im Bezirksvorstand wurde Friedrich Kohnen mit dem silbernen Verbandsehrenzeichen ausgezeichnet.
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