Heinsberg - Anfangs zwischen Obstbäumen gespielt

Anfangs zwischen Obstbäumen gespielt

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Treue in Lieck: Langjährige Mitglieder wurden beim Tennisclub geehrt.

Heinsberg. Mit einer gelungenen Feier beging der Tennisclub Lieck sein 50-jähriges Bestehen.

Aus diesem Anlass wurde auf die Vereinsgeschichte zurückgeblickt: W. Clemens hatte 1959 die Idee, auf seinem Privatgrundstück an der Ringstraße einen Tennisplatz zu bauen. Damit war der Grundstein gelegt für einen der erfolgreichsten Tennisclubs aus dem Stadtgebiet Heinsberg. Der einzige noch lebende Mitgründer, Herbert Görtz, wurde gesondert geehrt.

Nie wird er die ersten Wettkämpfe zwischen Obstbäumen vergessen. Das wachsende Interesse führte 1962 zum Bau eines zweiten Platzes. 1963 wurde der Club Mitglied im Tennisverband Rheinland. 1964 erfolgten der Eintrag ins Vereinsregister als T.C. Rot-Weiß Lieck e.V., die erste Teilnahme einer Mannschaft an den Medenspielen in der damaligen vierten Klasse und der Bau eines bescheidenen Clubhauses.

Zunächst stand die Herrenmannschaft einige Jahre im Mittelpunkt. Wegen der stetigen Mitgliederzunahme wurde 1973 ein dritter Platz mit Flutlichtanlage gebaut. Auch wurde das Clubheim erweitert. Auf Initiative des Clubs wurden 1973 die ersten Stadtmeisterschaften mit 53 Teilnehmern auf der eigenen Anlage ausgetragen, bei denen die Spieler des TC Lieck die meisten Siege errangen.

1979 griff erstmals eine Damenmannschaft in die Medenspiele des Tennisverbandes Mittelrhein ein. Ab 1982 meldete sich der Nachwuchs zu Wort. Erstmals wurden Mannschaften im Breich Junioren, Juniorinnen und und Knaben gebildet. 1983 nahm der Club schon mit acht Mannschaften an den Wettkämpfen teil; die Anlage wurde zu klein.

Auf Antrag stellte die Stadt Heinsberg dem Club ein Grundstück am Lago Laprello zur Verfügung, auf dem im Winter 1984/85 die neue Anlage mit vier Plätzen und wunderschönem Clubhaus gebaut wurde. Die Mitgliederzahl wuchs auf 270 an, wobei sehr viele Spieler auch an den Meisterschaften teilnahmen, bis zu 17 Mannschaften wurden gemeldet.

Jugend- und Erwachsenenmannschaften spielten erfolgreich in den Bezirks- und Verbandsligen. Nach Ende des Tennisbooms gingen die Mitgliederzahlen kontinuierlich zurück. In den letzten Jahren erfolgte eine Konsolidierung bei 150 bis 170 Mitgliedern. Zurzeit nehmen neun Mannschaften an den Medenspielen teil.

Aushängeschild sind in letzter Zeit insbesondere die Senioren 65, die 2008 in der Regionalliga, der höchsten deutschen Amateurklasse, spielten. Sie stiegen zwar wieder ab, können sich aber problemlos in der Oberliga halten.

Um das sportliche Niveau halten zu können, aber auch den Breitensport zu fördern, veranstaletet der Club regelmäßig Schnupperkurse, Gruppenkurse, Ferientennis sowie Kooperationen mit Schulen. Er fördert großzügig die Jugendarbeit durch finanzielle Unterstützung von Training im Sommer und Winter.

Die Verantwortlichen sind guten Mutes, dass der Verein durch die Aktivitäten seine Attraktivität erhält und auch in den nächsten Jahrzehnten nicht „untergehen” wird. Zum Galaabend begrüßte der Vorsitzende des Clubs, Richard Nebe, die vielen Mitglieder und Gäste. Er bedankte sich bei der Stadt Heinsberg, vertreten durch Wolfgang Dieder, für die tatkräftige und großzügige Unterstützung.

Anton Mülfahrt, Vorsitzender des Tennisbezirks Aachen-Düren-Heinsberg, hob hervor, dass der TC Lieck nicht nur wegen seiner sportlichen Erfolge, sondern vor allem auch durch eine vorbildliche Vereinsarbeit und Zuverlässigkeit ein hohes Ansehen im Verband genieße.

Anschließend ehrte der Vorstand neben Herbert Görtz weitere Mitglieder, die zwischen 49 und mindestens 25 Jahren dem Verein die Treue gehalten haben. Dies waren: Willy und Trude Lennartz, Jo Ryhßen, Wolfgang Okuhn, Peter Deckers, Magda Busch, Peter Vogels, Karl Hülser, Hildegard Gavaller, Richard Nebe, Klara Roder, Stefan Gavaller, Berti Görtz, Heinz L´Habitant, Bernd Heckers.
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