Andacht in Randerath: „Wir suchen nach Orientierung aus Gottes Wort”

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Heinsberg-Randerath. Der Evangelische Kirchenkreis Jülich hat mit Blick auf die aktuelle Situation im Fall Karl D. alle Menschen aus Randerath zu einer ökumenischen Andacht am kommenden Dienstag, 17. März, um 19 Uhr in der katholischen Pfarrkirche von Randerath eingeladen.

Superintendent Jens Sannig erklärte: „Wir suchen nach Orientierung aus Gottes Wort - gerade auch in den Fragen, die uns zur Zeit bedrängen. Wir wollen Gott um seinen Zuspruch bitten und anhand der Schrift miteinander ins Gespräch kommen, um anschließend gestärkt in unseren Alltag zurückzukehren und uns bei unserem Handeln von Gott leiten zu lassen.” Die Kirche wolle ein Ort sein, „an dem die Ängste, Nöte und Sorgen der Menschen ernst genommen werden, an dem ihnen Raum gegeben wird”.

Auch dieser Täter bleibe ein Mensch, der gemäß christlichem Glauben nach Gottes Ebenbild mit einer unveräußerlichen Würde geschaffen sei. „Diesen Hintergrund verliert niemand, auch wenn er sich schuldig gemacht hat.”

Der Evangelische Kirchenkreis bittet die Bevölkerung nicht zuletzt auch um Rücksicht auf den Bruder des Täters und seine Familie, denen das Leben in ihrem Dorf nicht unerträglich gemacht werden dürfe. Im Grundgesetz sei das Demonstrationsrecht verankert. Die Stimme gegen Missstände und Ungerechtigkeiten zu erheben und dagegen anzugehen, sei auch eine christliche Haltung.

„Dabei sollten wir aber, wie bereits häufig gefordert, Besonnenheit zeigen”, so Sannig. „Wir lehnen es ab, dass Menschen die Situation in Randerath als Plattform zur Äußerung ihrer rechtsradikalen Ansichten und Ideen nutzen und schon genutzt haben. Wir dürfen nicht das Gesetz in die eigene Hand nehmen, sondern sollten an die Verantwortlichen appellieren, dafür einzutreten, dass die Rechtsprechung korrigiert wird beziehungsweise alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.”
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