An heißen Tagen nichts wie ab ins Freibad

Von: hama
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Das pure Vergnügen. Im Gangelter Freibad darf man auch mit Brille abtauchen. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt. Das Freibad im Gangelter Naherholungsgebiet ist in den Sommermonaten der große Publikumsmagnet im touristischen Angebot der Gemeinde - vorausgesetzt die Sonne scheint. Herr über Wasser und Liegewiese sind die beiden langjährigen Schwimmmeister Rudi Niemeyer und Gerd Demandt. An besucherstarken Tagen werden sie von zahlreichen Helfern unterstützt.

Rund 4000 Besucher kann das großzügige Areal nahe dem Rodebach fassen. Am 27. Juni war so ein Tag, als nach dem 4157. Besucher das Bad wegen Überfüllung geschlossen werden musste. „Sicherheit geht dann einfach vor”, so Rudi Niemeyer. Allerdings kommt es auch auf die Art des Publikums an.

„Einige Tage vorher mussten wir bei rund 500 Besuchern weniger schon schließen, denn es waren viele Jugendliche da, von denen sich einige daneben benommen haben und die besonders beaufsichtigt werden mussten”, so Niemeyer zu einem Phänomen, dass in letzter Zeit um sich greift. Auch beim letzten Nachtschwimmen im Juni gab es massive Probleme mit Jugendlichen, die alles andere im Kopf hatten als sich im Becken zu vergnügen.

Ein Blick in die Gangelter Chronik zeigt, dass sich aus der Badeanstalt, die 1926 an gleicher Stelle eröffnet wurde, bis heute ein modernes Freibad entwickelt hat, das im Jahresmittel oft weit über 60000 Gäste zählt. Bei der Einweihungsfeier 1926, so kann man nachlesen, gab es „offensichtliche Störversuche”, denn, man höre und staune, „Lampions wurden entwendet”. Die Bauern, die damals das Land für die Fläche an die Gemeinde abtraten, brauchten „von 1926 bis 1940 den Rodebach nicht mehr zu säubern”.

Das Bad erlebte immer wieder Renovierungen und erhielt das heutige Bild mit dem Nichtschwimmer-, dem Zwei- und dem Fünf-Meterbereich in den 60er Jahren. Gut, dass man sich 1983 im Gemeinderat nicht mit dem Vorschlag durchsetzen konnte, das Bad aus Kostengründen einfach nicht zu öffnen. Denn der Publikumsmagnet zwischen Wildpark, Kahnweiher und der Selfkantbahn ist eindeutig das Freibad.

Die entscheidenden baulichen Veränderungen wurden ab 1998 unter der Regie von Bürgermeister Bernhard Tholen vorgenommen. Jahr für Jahr spart die damals gebaute Solaranlage auf dem Dach des großen Umkleidebereiches viel Geld beim Heizen des Wassers. 25 bis 28 Grad sind es üblicherweise. Die Neugestaltung des Umkleidebereiches, die Einrichtung von Warmduschen und natürlich auch der Umbau des Planschbeckens mit dem Anschluss an die Warmwasser-Versorgung haben das Bad auf den Stand der Technik gebracht.

Was aber den Spaßfaktor angeht, hat man einen Glücksgriff getan. Eine anderswo ausgediente 80-Meter-Rutsche ist natürlich heute bei Jung und Alt die Attraktion. Natürlich wird die Rutsche bei entsprechendem Betrieb besonders beaufsichtigt. Über Jahre war der Wasserverlust wegen einiger undichter Stellen in dem gefliesten Becken groß.

Seit das Becken vor zwei Jahren mit einer Folie abgedichtet wurde, können rund 40 Prozent der Wasser-, Heiz- und Chemiekosten gespart werden.
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