Am Montag ist nach 40 Jahren sein letzter Schultag

Von: Dettmar Fischer
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Rektor Gottfried Ervens geht nach fast 40 Dienstjahren an „seiner” Straetener Grundschule in den Ruhestand. Seine Enkel, zwei davon auf dem Foto, werden dafür sorgen, dass dieser nicht zu ruhig ausfallen wird. Foto: defi

Heinsberg-Straeten. Sie werden ihn vermissen, ihren Rektor, Gottfried Ervens. Die Katholische Grundschule Heinsberg VII in Straeten richtete für ihren nach fast 40-jähriger Tätigkeit im Schuldienst in den Ruhestand gehenden Leiter am eine Feierstunde aus.

An seinem „letzten Schultag”, am Montag, wird Rektor Gottfried Ervens mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche seinen Dienst an der Schule beenden, so wie er ihn 1972 auch mit einer Messe begonnen hatte. Das Thema des Gottesdienstes lautet „Gewachsen wie ein Baum”, als Sinnbild für das Leben in wachsenden Ringen.

Etwas Wehmut klang schon mit bei dem fröhlichen Programm der Feierstunde, das von den Schülerinnen und Schülern gemeinsam mit ihren Lehrern im Musikraum der Schule gestaltet wurde. Für unsere schnelllebige Zeit sehr lange, fast 40 Jahre, waren Gottfried Ervens und „seine” Schule mit einander verbunden gewesen und viele Menschen haben seinen Weg begleitet. Besonders diesen Menschen, denen er in der Schule oder in der Gremienarbeit begegnet war, dankte Gottfried Ervens in seinen Abschiedsworten ganz besonders. „Es gab keinen Tag”, so erinnerte sich Ervens, „an dem ich mit Groll in die Schule gegangen bin.”

Heinsbergs Bürgermeister Wolfgang Dieder würdigte die Verdienste Gottfried Ervens, der viele Jahre maßgeblichen Anteil an der Entwicklung der Katholischen Grundschule Heinsberg VII, Straeten, gehabt habe. Im August 1972 war Gottfried Ervens als Volksschullehrer in den Schuldienst des Landes Nordrhein-Westfalen eingestellt worden und zwar an der Schule, die er nun als Rektor verlässt.

Scherzhaft merkte Bürgermeister Dieder an: „...Sie haben die Schulleitung auch bis um Eintritt in den Ruhestand beibehalten, obwohl auch während ihrer Dienstzeit der Stuhl des Landrates frei geworden ist.” Dieder spielte auf Landrat a.D. Karl Gruber an, der einer der Vorgänger von Ervens gewesen war. Viel habe sich in den letzten Jahren im Schuldienst verändert, so Dieder, „...an der großen Aufgabe der Schule hat sich aber nichts geändert, nämlich die Schülerinnen und Schüler auf das Leben vorzubereiten.”

Ervens habe seinen Schülern nicht nur das geistige, sondern auch das moralische Rüstzeug vermittelt, auf dem sich das spätere Leben aufbauen lasse. Spätestens als Schulamtsdirektor Peter Kaiser Gottfried Ervens die Entlassurkunde überreichte, dürfte dem Gefeierten geschwant haben, dass es nun Ernst wird mit dem Ruhestand.

Dass dieser nicht zu ruhig ausfallen wird, dafür hatten die Kinder der Grundschule die besten Wünsche gesammelt. Einen Wecker gaben sie ihrem scheidenden Rektor mit auf den Weg und eine Zeitung, die er demnächst in Ruhe wird lesen können, und damit auch der Verstand nicht rostet, schenkte das Lehrerkollegium seinem Rektor a.D. eine Binäruhr: Die gibt die Zeit erst Preis, wenn man ein wenig gerechnet hat.

Die Schulleiterkollegen stimmten gemeinsam ein eigens gedichtetes Lied zur Melodie der Caprifischer an. Musik zur Feierstunde gab es nicht nur von der Flötengruppe der Schule unter der Leitung von Friedel Thevihsen und der 4a, die den Abschiedsrap vortrug, sondern auch vom Bläserquintett des Instrumentalvereins St. Marien Straeten.

Damit der Pensionär sich auch mal von seinen Pflichten als Opa, drei Enkel werden ihn auf Trapp halten, erholen kann, spendierte ihm der Förderverein eine Gartenbank und dazu von den Betreuungskindern einen großen Korb voller guter Wünsche.
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