Am Ende soll kein Wunsch übrigbleiben

Von: hewi
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Der Vorstand der Heinsberger Tafel, (v.r.) Pfarrer Sebastian Walde, Sascha und Simone Mattern, packt schon einmal zusammen mit Helferin Renate Schroeders (l.) die ersten Päckchen. Foto: defi

Heinsberg/Wegberg. Auch in diesem Jahr unterstützt unsere Zeitung wieder die Paketaktionen für Tafeln im Kreis Heinsberg. Die Bürger sind aufgerufen, ein weihnachtliches Paket zu packen und bei den Tafeln abzugeben.

Enthalten sollten die Pakete Dinge, mit denen die Tafelkunden sich und ihren Lieben etwas Gutes tun können in der Weihnachtszeit. Auch haltbare Lebensmittel, die ein wenig Abwechslung in den Speiseplan bringen, sind gerne gesehen. In den vergangenen Jahren haben die Spender immer wieder auch Spielsachen eingepackt. In diesem Falle sollte auf dem Paket vermerkt sein, für welche Altersgruppe das Spielzeug geeignet ist. Bei den Tafeln werden die Spendenpakete gesammelt und an bedürftige Familien weitergegeben.

Und von denen gibt es doch einige. Allein die Heinsberger Tafel betreut derzeit 260 Familien. Regelmäßig kommen rund hundert Kinder zur Nahrungsmittelausgabe der Tafel. 40 von ihnen nutzten die Gelegenheit und hängten einen Wunsch an den Wunschweihnachtsbaum, den die Tafel beim Weihnachtsbasar Ophovener Kinderkrebshilfe aufgestellt hatte.

„Fast alle Wunschzettel wurden abgenommen”, erklärt der Vorsitzende Sascha Mattern. Die Wünsche der Kinder bewegen sich im Wert zwischen zehn und 15 Euro. Mattern wird darauf achten, dass kein Wunschzettel übrig bleibt und auch selbst Geschenke beisteuern. Die Bescherung der Kinder findet am 16. Dezember separat von der eigentlichen Paketausgabe statt.

Viele Spielzeugspenden wurden auch von den Kindern in der offenen Ganztagsbetreuung gesammelt. Dazu kamen Warengutscheine von über 200 Euro. Eine Heinsberger Familie hat Schokolade für rund tausend Euro gespendet, die nun im kommenden Jahr verteilt werden kann. Durch die Aktion „Kauf eins mehr” der Lebensmittelkette Rewe konnten bisher Nahrungsmittel für über 1500 Euro gesammelt werden, durch die die Versorgung im Januar sichergestellt werden kann. Zum Jahresanfang stehen nämlich erfahrungsgemäß weniger Lebensmittel zur Verfügung.

Auch in Wegberg trifft die Arbeit der Tafel gerade in der Weihnachtszeit auf die Unterstützung der Bevölkerung. Auf die Hilfe ist man bei der Tafel angewiesen. „Viele unserer Kunden erhalten ansonsten keine Weihnachtsgeschenke, weil sie es sich nicht leisten können”, erklärt auch die Vorsitzende der Wegberger Tafel, Gabi Jansen. Sie ist überzeugt von der Spendenaktion und der Bereitschaft der Mitbürger zur Hilfe.

„In den letzten Jahren konnten wir dank der Hilfe der Wegberger den Tafelbesuchern während der Feiertage unter die Arme greifen”, betont sie. Daher werde jede noch so kleine Sachspende gerne angenommen, denn sie findet auf jeden Fall ihren Weg zu jemandem, der sie dringend benötigt. Die Tafel sammelt auch Kindergeschenke, damit die Kinder etwas unter dem Weihnachtsbaum liegen haben. Viele Aktivitäten der Tafel sind nur durch die aktive Mitarbeit ihrer Kunden möglich.

Bei den Wegbergern ist es Tradition, das Jahr mit einer Weihnachtsfeier abzuschließen, auf der die Spendenpakete und die Spielsachen ausgeteilt werden. In diesem Jahr findet sie am Freitag, 17. Dezember, in den Räumen der evangelischen Freikirche am Schneller statt. Um das Essen kümmern sich die Tafelbesucher selber.

Wer die Tafeln und ihre Kunden unterstützen will, kann seine Paketspende am 15. Dezember in den Räumen der Wegberger Tafel an der Pfarrkirche St. Peter und Paul sowie bei der Heinsberger Tafel an der Erzbischof-Philipp-Straße 18 zwischen 10 und 18 Uhr abgeben.
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