Wassenberg - Am Ende der Sitzung wischt Frau Kasulke noch mal flott durch

Am Ende der Sitzung wischt Frau Kasulke noch mal flott durch

Von: mb
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Ein tolles Bild: Die Tanzgarde der KG Kongo zeigt sich von ihrer besten Seite. Foto: Baltes
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Fred van Halen hat dagegen alle Mühe, das Mundwerk des Vogels Aki zu zügeln. Foto: Baltes

Wassenberg. Er kam, er sah, er siegte. Und er hieß nicht Julius Cäsar, sondern Christian Pape. Von der ersten Minute an hatte „der Vorläufer vonne Fernbedienung“ das Publikum der Kostümsitzung der KG Kongo Wassenberg im Forum der Betty-Reis-Gesamtschule auf seiner Seite.

Bereitwillig folgten die Zuhörer in den lachenden Kosmos des Christian Pape, der „mit allen, die vor 1980 geboren sind“ in Erinnerungen schwelgte und dem ganz normalen Alltag in Familie, Parkhäusern und Damentoiletten seine humoristischen Seiten abgewann.

Pure Begeisterung bei den tänzerischen Einlagen mit Kollege Stefan Bimmermann und überraschtes Staunen über die Art, noch ein Bier zu bestellen – die Forderung nach Zugaben wollte nicht enden. Erst bei der dritten Zugabe winkte der Wanderarbeiter in Sachen Karneval ab: „Wir würden wirklich gerne bleiben, müssen aber noch nach Köln.“

Gewohnt professionell spielte auch Bauchredner Fred van Halen und sein Straußenvogel Aki mit dem Publikum. Urkomisch respektlos riskierte Aki seine große Klappe – Pardon seinen großen Schnabel. Niemand kam ungeschoren davon. Publikum und Bedienung, Prinzen und Bürgermeister („Der sieht aus wie Goethe“) – Aki sah alles und kommentierte alles, sehr zum Vergnügen der Zuschauer.

Mit „Ne komische Hellije“ enterte eine kauzige Type die Bühne, um die Lachmuskeln der prächtig kostümierten Zuschauer zu strapazieren.

Ausverkauft war die Kostümsitzung nicht, wie der stellvertretende Vorsitzende der KG Kongo, Kurt Schmitz, bedauerte: „Denn unsere Kostümsitzung braucht sich nicht hinter den Veranstaltungen der Karnevalshochburgen Köln oder Düsseldorf zu verstecken.“ Während es immer schwieriger werde, kompetente Leute für die Vorstandsarbeit zu gewinnen, plagen den Verein in Sachen Tanzgarden keine Nachwuchssorgen. 19 Tänzer der Jugendgarde, 23 Kinder der Juniorengarde und 17 Prinzengardisten verwandelten die Bühne zum Auftakt der Sitzung in einen blau-weißen Traum. Die Tänze der einzelnen Garden, der Solomariechen Ina Schiffer, Melissa Köppe, Kira Pfennigs und des Tanzpaars Larissa Knorren und Patrick Frenken wirbelten sich anmutig und rasant in die Herzen der Zuschauer und wurden mit viel Applaus belohnt.

Fürs Auge wurde eine Menge geboten: eine bunt geschmückte Halle und eine liebevoll gestaltete Bühne. Diesmal diente die Kulisse eines „International Airport“ als Startpunkt für „die Reise durch die karnevalistische Welt“, wie Kongo-Präsident Bernd Jaegers erklärte, der mit Sabrina van Meegdenburg durch das Programm führte. Musik darf nicht fehlen, wenn Stimmung aufkommen soll. Diese Aufgabe meisterten mühelos und traumhaft jeck De Fetzer, glattrasiert die Band ohne Bart und als Bigband der Extraklasse The Fantastic Company.

Wie gut, dass kurz vor Mitternacht „die letzte deutschsprachige Putzfrau“ Achnes Kasulke noch schnell gründlich „durchwischte“. Immerhin sollte am nächsten Morgen nach dem Auftakt der Session dort der karnevalistische Frühschoppen stattfinden.

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