Hückelhoven-Brachelen - Alt und Jung ergänzen sich zu tollem Tandem

Alt und Jung ergänzen sich zu tollem Tandem

Von: anna
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Sport im Team stärkt nicht nu
Sport im Team stärkt nicht nur das Gemeinschaftsgefühl im Mitarbeiter-Team von St. Gereon, sondern hält auch noch gesund. Repro: Anna-Petra Thomas

Hückelhoven-Brachelen. Seit 2003 wird der Preis „ausgezeichnet” alle zwei Jahre von Heinrich Mussinghoff in Zusammenarbeit mit dem sogenannten Großen Runden Tisch des Bischofs von Aachen verliehen.

Preisträger in diesem Jahr sind die St. Gereon-Seniorendienste in Brachelen. Sieben Unternehmen beteiligten sich am aktuellen Wettbewerb, zum dem der Bischof dieses Mal kleine und mittlere Firmen in der Wirtschaftsregion Aachen eingeladen hatte, die den demografischen Wandel schon heute aktiv gestalten und sich in diesem Rahmen vor allem für ältere Mitarbeiter engagieren.

2003 war der Preis erstmals vergeben worden für das Engagement zur Integration von Behinderten, 2005 für die Integration von langzeitarbeitslosen ausländischen Mitbürgern in den ersten Arbeitsmarkt, 2007 für die Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Familienarbeit sowie 2009 für die Kompetenzentwicklung und Weiterbildung von gering qualifizierten Arbeitnehmern.

Die aktuelle Entscheidung der Jury für die St.-Gereon-Seniorendienste war einstimmig, wie Heinz Backes, im Generalvikariat zuständig für Arbeiter- und Betriebspastoral, im Vorfeld der Preisverleihung verrät. Dieser Freitag, 27. Januar, ist daher ein großer Festtag in Haus Berg. Im Rahmen eines Festaktes erhält Geschäftsführer Bernd Bogert den Preis aus den Händen von Bischof Heinrich Mussinghoff. Der Preisverleihung voraus gehen Vorträge von Dr. Thomas Mühlbradt von der Gesellschaft für Organisationsentwicklung und Mediengestaltung (GOM) aus Aachen und von Bernd Bogert zum Thema „Gelebte Praxis”.

Bei den St.-Gereon-Seniorendiensten besteht diese Praxis darin, dass hier derzeit mehr als 290 Mitarbeiter, junge und alte, im wahrsten Sinne der beiden Worte „zusammen arbeiten”. Mehr noch ist es hier sogar Praxis, gerade auch ältere Mitarbeiter neu einzustellen. In den vergangenen zwei Jahren hat das Unternehmen allein 13 Männer und 32 Frauen im Alter über 50 Jahren in das Unternehmen integriert. Entlassungen in dieser Altersgruppe gab es im selben Zeitraum keine.

Auf Basis des eigenen Leitbildes, der Erkenntnisse aus dem Arbeitslebenszyklus ihrer Mitarbeiter und der Auswertungen aus den Teilnahmen am Wettbewerb „Bester Arbeitgeber” haben die St.-Gereon-Seniorendienste unterschiedliche Aktivitäten entwickelt, um den demografischen Wandel zu meistern: Dazu gehört die Anpassung der Arbeitsbedingungen an die Kompetenzen der älteren Mitarbeiter, Qualifizierungen im Sinne von lebenslangem Lernen, die Organisation des Wissenstransfers zwischen älteren und jüngeren Mitarbeitern und nicht zuletzt ein betriebliches Gesundheitsmanagement.

So wurden beispielsweise die stationären Einrichtungen in Hausgemeinschaften für acht bis zehn Bewohner umgebaut. Diese seien gerade für die Tätigkeit älterer Mitarbeiter besonders geeignet, „da hier in hohem Maße berufliche Erfahrungen und Lebenserfahrungen erforderlich sind”, so Bogert. Aber auch im Betreuten Wohnen und in der Tagespflege von St. Gereon sind ältere Mitarbeiter tätig. Für eine neue Tagespflegeeinrichtung, die im März eröffnet wird, wurden bisher drei Bewerber eingestellt, zwei davon sind über 50 Jahre alt.

Individuelle Dienstzeiten sind im Unternehmen ebenfalls selbstverständlich. Alle Fortbildungsangebote sind altersneutral konzipiert. Zudem wird bei der Durchführung darauf geachtet, dass keine Altersgruppe ausgeschlossen wird. Mehr noch sind hier ältere Mitarbeiter auch als Referenten tätig oder arbeiten mit jungen Kollegen sogar als sogenanntes Tandem eng zusammen.

Nicht zu vergessen der Arbeitskreis „Gesundheit aktiv”, der lebenslanges Lernen durch lebenslange Fitness ergänzt. Über kostenlose Angebote im Unternehmen hinaus wird sportliches Engagement der Mitarbeiter finanziell und mit zusätzlichen Urlaubstagen gefördert.
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