Wegberg-Rath-Anhoven - Als Weinkönigin 40 Jahre im Pfarrbüro

Als Weinkönigin 40 Jahre im Pfarrbüro

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Unser Bild von der Feierstunde zeigt (v.l.) Heike Jansen-Halcour, Eva Beier, Pastor Mirko Enderli sowie Marion Pelz, die Nachfolgerin von Frau Beier. Foto: Kerkhoff

Wegberg-Rath-Anhoven. Anfangs sollte sie nur ein wenig beim Verfassen der Pfarrbriefe aushelfen”. Das war Anfang 1970. Daraus wurden 40 Jahre im aktiven Dienst für ihre Pfarrgemeinde. Dabei hatte Eva Beier bereits eine volle Arbeitsstelle in der Heinsberger Regionalstelle, bis sie 1998 pensioniert wurde.

Doch an Ruhestand war bei ihr nie zu denken. Vielmehr stürzte sie sich noch mehr in ihre Aufgaben, zum Beispiel als Kommunionshelferin, Wortgottesdienstleiterin und Lektorin. Bei der Gründung der Frauengemeinschaft und des Leprastrickkreises war Beier ebenfalls maßgeblich beteiligt. Auch in der Pfarrbücherei war sie bald nicht mehr wegzudenken.

Ihre besondere Fürsorge gilt der Missionsarbeit, für die sie sich immer noch sehr einsetzt. Dass heute wieder Sternsinger durch Rath-Anhoven ziehen und Gottes Segen in die Häuser tragen, hat man auch dem Engagement der 71-Jährigen zu verdanken. Und das wissen die Rath-Anhovener. Entsprechend voll war das Jugendheim an der Josef-Loogen-Straße, als Beiers Verdienste im Rahmen des Neujahrempfangs gewürdigt wurden.

Die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Heike Jansen-Halcour hob die Leistungen der rüstigen Pensionärin hervor und sprach aus, was alle wussten: „Der Abschied fällt ihr schwer, denn die Gemeinde ist ihre Familie.” Daher sei es nicht verwunderlich, dass sich Beier noch längst nicht aus dem aktiven Gemeindeleben verabschiedet, wie auch Pastor Mirko Enderli betonte. So würden weder die Pfarrbücherei noch der Liturgiekreis oder die Caritashelferinnen ohne Beiers Rat und Tat auskommen müssen.

Johannes Wyen vom Kirchenvorstand bezeichnete Beier als „die bekannteste Frau in Rath-Anhoven”. Eva Beier wurde am 11. März 1938 in Oberschlesien geboren. Nach der Vertreibung nach Kriegsende kam sie mit ihrer Familie nach Rath-Anhoven. Beruflich verschlug es sie bis nach München, ehe sie in der Region wieder Fuß fasste. In ihrer Tätigkeit für die Pfarrgemeinde habe sie eine Menge erlebt, betonte Beier. „Zum Beispiel den Kommunionsunterricht, bei dem ein Hund als ungebetener Gast alles durcheinanderwirbelte”.

Auf einem Ausflug des Pfarrgemeinderates wurde sie auch schon zur Weinkönigin gekürt. Im Pfarrbüro hat sie eine Menge Veränderungen miterlebt. Wo anfangs eine alte Schreibmaschine und ein Matrizendrucker standen, dominierte bald die moderne EDV, Gemeinden fusionierten und rückten enger zusammen. Über die Eigenständigkeit ihrer Gemeinde freut sie sich sehr.

Das Gemeindeleben in Rath-Anhoven funktioniert nur, weil die Mitglieder bereit sind zur aktiven Mitarbeit, da ist sie sich sicher. Und dazu will sie auch zukünftig beitragen. Eine Nachfolgerin im Pfarrbüro hat sie auch schon: die zweite Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Marion Pelz, wird Beiers Aufgaben übernehmen.
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