Als „Verräter der weißen Rasse” beschimpft

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Spontan suchte Denis Goldberg (Mitte) die Nähe zu den Heinsberger Schülern. Begleitet wurde er bei seinem Besuch von Dr. Mona Pursey und Alexander Dohmen (im Hintergrund). Foto: Petra Wolters

Heinsberg. Kennen Sie Denis Goldberg? Nein? Da geht es Ihnen wie vielen Menschen, vor allem fern der Südspitze des afrikanischen Kontinents.

Denn so ein bisschen erging es dem 1933 in Kapstadt als Sohn jüdischer Emigranten aus Litauen geborenen Südafrikaner bisher wie Buzz Aldrin, dem zweiten Mann auf dem Mond.

Seit Donnerstag ist das jedoch zumindest bei den Oberstufenschülern des Heinsberger Kreisgymnasiums anders. Denn Denis Goldberg hat seine Lebenserinnerungen auf rund 300 Seiten aufgeschrieben. Im Pädagogischen Zentrum las er den etwa 250 anwesenden Schülern vor aus seinem im April erschienen Buch „Der Auftrag - Ein Leben für die Freiheit”.

Das heißt, eigentlich las er nur ganz kurz, aus dem Vorwort und aus dem ersten Kapitel über seine Kindheit. Dann erzählte der mittlerweile 77-Jährige, der an der Seite von Südafrikas erstem schwarzen Präsidenten Nelson Mandela gegen die Apartheid gekämpft hat, aus seinem bewegten Leben.

22 Jahre verbrachte Goldberg im Gefängnis, nachdem er 1963 als einziger Weißer zusammen mit Nelson Mandela und weiteren schwarzen Mitangeklagten zu viermal lebenslänglich verurteilt worden war. Ihm sei der Hass des Regimes dabei ganz besonders entgegengeschlagen, als „Verräter der weißen Rasse”.

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