Alles auf Anfang mit einem neuen Profivertrag

Von: sev
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Zieht seine Kreise wieder in geordneten Bahnen: Der Selfkanter Stefan Cohnen steht im nächsten Jahr bei der belgischen Radsportmannschaft Landbouwkrediet unter Vertrag. Foto: Franz Severins

Selfkant-Wehr. Der Radrennfahrer Stefan Cohnen aus dem Selfkant kann endlich wieder in die Hände klatschen: Nach zwei Jahren Durststrecke hat er nun wieder einen Profivertrag in der Tasche, und zwar bei der belgischen Radsportmannschaft Landbouwkrediet. Die Mannschaft ist ein Professional Continental Team und wurde bereits zu ProTour-Rennen eingeladen.

Im Fußball könnte man dies mit einer Mannschaft der zweiten Bundesliga vergleichen, die auch schon an europäischen Wettbewerben teilnehmen durfte. So könnte der 28-Jährige im nächsten Jahr vielleicht auf den Cauberg in Valkenburg beim Amstel-Gold-Race zu sehen sein oder beim Erklimmen des Côte de la Redoute bei dem Protour-Rennen Lüttich-Bastogne-Lüttich.

Doch der Weg dorthin war für Stefan Cohnen mit harten Steinen gepflastert. Die letzten zwei Jahre waren mit wenigen Höhen und vielen Tiefen versehen. Private Probleme und Querelen bei seinem aktuellen Team Differdange aus Luxemburg brachten seinen Trainingsrhythmus immer wieder durcheinander.

Letztlich waren es die sportlichen Höhepunkte, die Cohnen nun den Vertrag einbrachten. Unter anderem auch der zweite Platz im September beim Rennen in Kortemark (Belgien) und weitere guten Platzierungen, mit denen er sich für höhere Aufgaben empfehlen konnte.

„Entweder gab es ein himmelhoch jauchzen oder es ging gar nichts bei den Rennen”, sagt der 188-Zentimeter-Mann beim Rückblick auf das vergangene Jahr. Für die kleine Luxemburg Rundfahrt „Flèche du Sud” im September hatte sich Cohnen viel vorgenommen. Doch seine Teamleitung habe ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht, erklärt Cohnen. Denn als es zum Zeitfahren ging, sei sein eigenes Zeitfahrrad nicht vorhanden gewesen. Das habe ihn wieder Sekunden gekostet. In der Endabrechnung kam ein 64. Platz heraus mit einem Rückstand von 46 Sekunden. Dieses UCI-Europe-Tour-Rennen ist in der Kategorie 2.2 eingestuft, die Cohnen schon mal als Dritter beenden konnte.

Für ihn ist der Vertrag bei seinem neuen Team Landbouwkrediet zugleich ein neuer sportlicher Anfang, zumal damit auch bessere Bedingungen verbunden sind. Zum Einen gebe es für den Selfkanter Radprofi finanzielle Vorteile, zum Anderen stellten die Flamen aber auch das bessere Material und eine professionellere Teamleitung, sagt Cohnen. Seine Rennen werde er im nächsten Jahr auf einer edlen schwarzen Colnago-Rennmaschine mit Schimano Ausstattung bestreiten.

Doch nun geht es erst einmal nach Grand Canaria, nicht zur Erholung, sondern ins Trainingslager. Bis zum Saisonstart im März müssen noch mindestens 12.000 Kilometer gefahren werden. Natürlich radelte er diese nicht alle auf der Insel. Auch im Winter wird er mit seinem Freund Robert Wagner vom Team „Leopard-Trek”, dem Team der Schleck Brüder, weitere Trainingsrunden im benachbarten Hügelland Südlimburgs und in den belgischen Ardennen drehen.

Bei der Vorbereitung auf die neue Saison wird Stefan Cohnen, neben seinem Vater Helmut auch sein Onkel William van der Meer aufmerksam zusehen, diesmal soll es für den Selfkanter mit niederländischer Nationalität einen neuen Durchbruch geben. Obwohl das Profijahr 2012 für Stefan Cohnen mit unzähligen Rennterminen gepickt sein wird, möchte er ab und an mit seinen Freunden des Velo-Club Selfkant die ein oder andere Tour fahren.
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