Aldi-Markt: Gericht will sich ein Bild machen

Von: hewi
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Erkelenz/Wegberg. . Das geplante Einkaufszentrum an der B 57 sorgt für einen juristischen Streit zwischen Wegberg und Erkelenz.

Die Erkelenzer befürchten einen Abfluss der Kaufkraft aus dem Baugebiet Oestricher Kamp nach Rath-Anhoven und damit nach Wegberg. Deshalb verweist die Erkelenzer Verwaltung auf das Einzelhandels- und Standortkonzept des Landes NRW und hat beim Aachener Verwaltungsgericht Klage gegen den Bau des Zentrums und die Stadt Wegberg eingereicht.

Am vergangenen Donnerstag sollte es zu einem ersten Termin in Aachen kommen, der aber verschoben wurde, wie der Vorsitzende des Rath-Anhovener Dorfausschusses, Heinz-Willi Jansen, auf Nachfrage mitteilte. Das Gericht wolle sich zuerst vor Ort ein Bild von der Situation machen, um besser entscheiden zu können, erklärte er. Geplant war ein Aldi-Markt mit der Größe von rund 800 Quadratmetern neben dem Baumarkt des Investors Franz Theissen.

Dessen Planung sieht in der „großen Lösung” neben dem Markt auch zwei weitere Einzelhandelsgeschäfte vor. Er verweist auf ein Gutachten, nach dem 85 Prozent der Kundschaft des Einkaufszentrums aus Wegberg kämen. Auch Jansen bekräftigt die Meinung der Rath-Anhovener, nach der ein Markt im Ort gerade angesichts der demografischen Entwicklung der Einwohner nötig sei. Auf der letzten Sitzung des Dorfausschusses war schon über einen Boykott der Einkaufsstadt Erkelenz nachgedacht worden, wenn der Widerstand die geplante Neuansiedlung in Rath-Anhoven nicht aufgegeben werde.

Zwischenzeitlich hat sich auch die Erkelenzer Bürgerpartei des Themas angenommen und eine Anfrage an Bürgermeister Peter Jansen gestellt, in der nach der Sinnhaftigkeit und den Kosten der Klage. Angesichts des „ansonsten guten nachbarschaftlichen Verhältnisses” der beiden Städte hätte die Klage nach Ansicht der Bürgerpartei zuerst im Rat besprochen werden müssen.
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